Kulturinstitutionen des Bundes

Für einige österreichische Kulturinstitutionen kommt dem Bund aus historischen bzw. vertraglichen Gründen direkt oder indirekt die Rolle des Eigentümers zu. Diese Bundeskulturinstitutionen agieren in ihrer künstlerischen und organisatorischen Gestaltung eigenständig, erhalten aber zur Aufrechterhaltung ihrer Leistungen für die Öffentlichkeit substantielle Mittel aus dem Bundesbudget. Für das Bundeskanzleramt bedeutet dies in erster Linie die Wahrnehmung der Kontrolle der wirtschaftlichen Gebarung und der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben im Interesse der Republik, aber auch die Verantwortung für die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen.

In den letzten Jahren wurden eine Reihe von Maßnahmen zur Etablierung einer effektiven Public Corporate Governance gesetzt und die entsprechenden Regelwerke der Bundesmuseen und der Österreichischen Nationalbibliothek überarbeitet. Neben neuen Museumsordnungen, einem durch die Bundesregierung im November 2012 beschlossenen Public Corporate Governance Kodex des Bundes, erstmals eingeführten Rahmenzielvereinbarungen und adaptierten Vorhabensberichten konnten mit entsprechend überarbeiteten und neu strukturierten Geschäftsordnungen der Kuratorien klare und transparente Regeln für die Aufsichtsgremien der Bundesmuseen und der Österreichischen Nationalbibliothek geschaffen werden.

Die seit 2008 in mehreren Etappen durchgeführte umfassende rechtliche und wirtschaftliche Evaluierung der Bundestheater ergab ein klares Bild der Stärken und Optimierungspotenziale des Bundestheater-Konzerns. Über die Umsetzung des im November 2011 festgelegten Maßnahmenkatalogs hinaus bildet diese Analyse die Grundlage für weitere laufende Verbesserungen der Arbeit des Konzerns. Auch hier wurden die Bestimmungen des Public Corporate Governance Kodex des Bundes übernommen und in die Regelwerke der Aufsichtsräte und Geschäftsführungen eingearbeitet.

Der freie Eintritt für Kinder und Jugendliche in die Bundesmuseen (Initiative "Freier Eintritt bis 19") hat sich auf das Beste bewährt und deutlich mehr Besucherinnen und Besucher aller Altersstufen zur Kultur gebracht. Eine Reihe von baulichen Maßnahmen hat die Attraktivität der Kultureinrichtungen für die Besucherinnen und Besucher erhöht und schafft bessere Bedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.