Förderungen für die Volkskultur

Volkskultur ist der um die Wende zum 20. Jahrhundert entstandene Begriff zur Bezeichnung einer regional verankerten, vorwiegend bäuerlichen und handwerklichen Kulturform, die neben der Festtagskultur und dem Brauchtum im Leben und im Jahreslauf, landschaftsgebundenen Trachten etc. auch mündlich tradierte Kommunikations- und Geselligkeitsformen (Märchen, Sagen, Volksmusik, Volkslied, Volkstanz, Volksschauspiel) umfasst. Heute versteht man Volkskultur auch als Teil der städtischen Alltagskultur. Zeitgemäße Volkskulturarbeit, gestützt auf einen offenen Kulturbegriff, manifestiert sich nicht zuletzt in der Tätigkeit von Kulturinitiativen und in der Wahrnehmung neuer Aufgaben in Form einer zukunftsgerichteten Auseinandersetzung im musisch-kulturellen Bereich wie in der ganzheitlich-kreativen Bildung und Erziehung. Volkskultur fördert Werte wie Toleranz, Weltoffenheit, Dialogfähigkeit und das Verständnis zwischen den Generationen und Menschen verschiedener Herkunft, Religion und nationaler oder ethnischer Zugehörigkeit.

Auf Grund der Kompetenzlage (Volkskultur ist Angelegenheit der Bundesländer) subventioniert das Bundeskanzleramt ausschließlich Bundesverbände (Dachverbände) sowie innovative, bundesweite, auf Nachhaltigkeit abzielende Projekte zur Anregung des gesellschaftlichen, interkulturellen und interregionalen Diskurses und Projekte der Volkskultur, die als Plattform für den Dialog der Kulturen (Diversion) dienen. Die Anliegen der organisierten Volkskultur werden auf nationaler Ebene von Bundesverbänden vertreten. Zusammen mit ihren Landesorganisationen und einzelnen Vereinen repräsentieren diese mehr als 700.000 ehrenamtlich in diesem Bereich engagierte Österreicherinnen und Österreicher.

Websites zur Information über Aufgaben und Ziele der Bundesverbände:

In den Bundesländern werden die Angelegenheiten der Volkskultur und die Betreuung ihrer Einrichtungen unter anderem von nachstehenden Institutionen wahrgenommen:

Förderungen im Bereich Volkskultur

Z: Förderung der Bundesverbände (Dachverbände) sowie Förderung von innovativen Projekten von gesamtösterreichischer Bedeutung.
Einreichberechtigt sind juristische Personen, die ihren Sitz im Inland haben, deren Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist und die eine kontinuierliche Tätigkeit auf gesamtösterreichischer Ebene auf dem Gebiet der Volkskultur vorweisen können. Gesamtösterreichische Einrichtungen sind juristische Personen im o.g. Sinne, die in mindestens fünf Bundesländern Zweigstellen oder Mitgliedseinrichtungen haben.

D: Teilfinanzierung

V: Abteilung II/7

E: vollständig ausgefülltes Förderungsformular Volkskultur (PDF 796 kB) mit folgenden Beilagen:

  • Kurzbeschreibung der Institution (Geschichte, Schwerpunkte etc. max. 2 A4-Seiten)
  • Statuten (nur bei Erstantrag oder Änderung); Vereinsregisterauszug; Mitgliederzahl
  • Angaben zu den befugten und für die Durchführung des Vorhabens verantwortlichen Personen
  • Beschreibung des Vorhabens (max. 10 A4-Seiten)
  • kurzer Gesamtüberblick über die Ergebnisse des Vorjahres
  • ausgefüllte Kostenkalkulation (XLSX 29 kB)
  • bei Bedarf kann eine detailliertere Kostenkalkulation beigelegt werden
  • Förderungen der öffentlichen Hand (Bund, Land, Gemeinde, EU) in den letzten 5 Jahren (Förderstelle, Zweck und Höhe)
  • Konto- und Bargeldstand, Verbindlichkeiten und Forderungen zum letzten 1. Jänner

K:
Absicherung des kulturellen Erbes, Zugang zu Kunst- und Kulturgütern für die Öffentlichkeit; innovative, zeitbezogene und experimentelle Formen der Volkskultur; gesellschaftspolitische Relevanz; interkulturelle, interregionale und partizipative Aktivitäten mit beispielgebendem, innovatorischem Charakter; eigene Produktionen; kulturelle Aktivierung und Kulturvermittlung; Entwicklungsfähigkeit; hohe Qualität, sowohl im inhaltlichen als auch im administrativ-organisatorischen Bereich; Umfang und Anspruch des Programms; Genderaspekt;

T: Einreichzeitraum: 15. Oktober für das Folgejahr

S: Volkskultur

Kontakt

Margot Arbeshuber
Bundeskanzleramt
Abteilung II/7 - Kulturinitiativen, Volkskultur
Concordiaplatz 2, 1010 Wien
Tel.: +43 1 531 15-203641
E-Mail: margot.arbeshuber@bka.gv.at