Prüfungen, Studien, Monitoring-Berichte

  1. Statistiken zu Kultur
  2. Weißbuch betreffend die Österreichischen Bundesmuseen/Österreichische Nationalbibliothek
  3. Bericht Projekt "Optimierung der Struktur der Bundestheater-Holding GmbH"
  4. Berichte zur Bundestheater-Evaluierung
  5. Prüfung der Bundestheater bezüglich der ökonomischen Wirkungen in Wien und in Gesamtösterreich
  6. Prüfung ausgewählter geförderter Kunst- und Kultureinrichtungen bezüglich ihrer ökonomischen Wirkungen in Österreich
  7. Kultur-Monitoring

Statistiken zu Kultur

Kultur in Österreich (Statistik Austria)

Weißbuch betreffend die Österreichischen Bundesmuseen/Österreichische Nationalbibliothek

Bericht Projekt "Optimierung der Struktur der Bundestheater-Holding GmbH"

Berichte zur Bundestheater-Evaluierung

Juni 2011

Prüfung der Bundestheater bezüglich der ökonomischen Wirkungen in Wien und in Gesamtösterreich

Institut für Höhere Studien (IHS)
Bernhard Felderer, Ulrich Schuh, Alexander Schnabl, Daniela Grozea-Helmenstein, Sandra Müllbacher, Sigrid Stix

Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien, Jänner 2008
Prüfung der Bundestheater bezüglich der ökonomischen Wirkungen in Wien und in Gesamtösterreich - Endbericht (PDF, 520 KB)

Executive Summary

Im Jahr 1999 wurden die drei Bundestheater Staatsoper, Volksoper und das Burgtheater mit seinen Spielstätten Akademietheater, "Kasino am Schwarzenbergplatz" und Vestibül im Zuge einer Strukturreform zu Tochtergesellschaften der Bundestheater-Holding (vormals: Bundestheater-Verband) zusammengeschlossen. Die Holding befindet sich im Eigentum der Republik Österreich und ist Alleineigentümerin der Wiener Staatsoper GmbH, der Volksoper Wien GmbH und der Burgtheater GmbH. Die Bundestheater-Holding bildet mit ihren Tochtergesellschaften und der Theaterservice GmbH, dessen Mehrheitseigentümerin sie ist, den Bundestheater-Konzern. Die Theaterservice GmbH ist ihrerseits Alleinausstatterin der drei Bühnen und Eigentümerin der ART for ART Kreativ-Werkstätten GmbH.

Dass Kultur als identitätsstiftendes Merkmal einer Region eine große Rolle spielt, ist hinlänglich bekannt. Neben dem wichtigen kulturpolitischen Auftrag, der durch den Bundestheater-Konzern erfüllt wird, ergibt sich durch die drei Tochtergesellschaften aber auch nicht zu verachtender ökonomischer Nutzen. Von den Tätigkeiten der angeführten Kultureinrichtungen können andere Sektoren durch erhöhte Nachfrage ihrer Güter profitieren.

Zu beachten ist vor allem auch der Fremdenverkehrssektor – zahlreiche Touristinnen und Touristen aus dem Inland, aber auch aus dem Ausland besuchen Wien unter anderem aufgrund der kulturellen Höhepunkte, die an den genannten Bühnen geboten werden. Durch den Kulturtourismus werden die Einkünfte nicht nur in den oben genannten Theatern erhöht, auch andere Sektoren profitieren davon.

Mit dieser erhöhten Nachfrage in den beschriebenen Sektoren entstehen durch die erwähnten Kultureinrichtungen – neben den ökonomisch nicht messbaren positiven Effekten (Kulturbildung) – auch positive, mess- und berechenbare ökonomische Effekte auf die Wirtschaft Wiens sowie Gesamtösterreichs. Ziel dieser Untersuchung war die Analyse der wirtschaftlichen Auswirkungen der Ausgaben der Kultureinrichtungen des Bundestheater-Konzerns.

Von den unterschiedlichen in der Literatur angewandten Methoden zur Quantifizierung von Wirkungen von Ausgaben wurde die Methode der Input-Output-Analyse ausgewählt. Mit der Input-Output-Analyse können die wechselseitig verknüpften Liefer- und Bezugsstrukturen der einzelnen Wirtschaftssektoren erfasst und in weiterer Folge quantifiziert werden. Sie ermöglicht die Berechnung direkter und indirekter Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte sowie der induzierten Effekte auf das gesamtwirtschaftliche Aufkommen an Steuern und Sozialversicherungsabgaben.

Prüfung ausgewählter geförderter Kunst- und Kultureinrichtungen bezüglich ihrer ökonomischen Wirkungen in Österreich

Institut für Höhere Studien (IHS)
Bernhard Felderer, Sandra Müllbacher, Alexander Schnabl, Sigrid Stix

Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, Juli 2008
Prüfung ausgewählter geförderter Kunst- und Kultureinrichtungen bezüglich ihrer ökonomischen Wirkungen in Österreich - Endbericht (PDF, 767 KB)

Executive Summary

Dass Kunst und Kultur als identitätsstiftendes Merkmal einer Region eine große Rolle spielen, ist hinlänglich bekannt. Kunst- und Kultureinrichtungen bewirken unabhängig von der positiven gesellschaftlichen Auswirkung aber auch vielfache ökonomische Effekte.

Die Ausgaben der Kunst- und Kultur(förder)einrichtungen, die Ausgaben der aufgrund des Kunst- und Kulturangebots nach Österreich reisenden Touristinnen und Touristen1) sowie die Ausgaben der von öffentlichen Einrichtungen subventionierten Film- und Musikproduktionen erhöhen die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. Mit dieser erhöhten Nachfrage entstehen – neben den ökonomisch nicht messbaren positiven Effekten – auch positive, mess- und berechenbare, ökonomische Effekte auf die Wirtschaft Österreichs, welche in der vorliegenden Studie für die folgenden ausgewählten Einrichtungen quantifiziert wurden:

  • Österreichische Bundesmuseen und Österreichische Nationalbibliothek
  • Ausgewählte Einrichtungen im MuseumsQuartier Wien (Leopold Museum und MuseumsQuartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH. )
  • Theater in der Josefstadt und Volkstheater
  • Salzburger und Bregenzer Festspiele
  • Österreichischer Musikfonds, Österreichisches Filminstitut, Music Information Centre Austria (inkl. Austrian Music Export)

Den berechneten Wirkungen stehen Subventionen und Förderungen des Bundes, der Länder und Gemeinden in Höhe von etwa 139 Millionen Euro gegenüber.2)3) Die vom Österreichischen Musikfonds sowie vom Österreichischen Filminstitut vergebenen Fördersummen betrugen im Jahr 2006 insgesamt etwa 9,4 Millionen Euro, wobei beachtet werden muss, dass die bewerteten Film- und Musikproduktionen auch von anderen Institutionen gefördert wurden.

Von den unterschiedlichen in der Literatur angewandten Methoden zur Quantifizierung von Wirkungen von Ausgaben wurde die Methode der Input-Output-Analyse gewählt. Mit der Input-Output-Analyse können die wechselseitig verknüpften Liefer- und Bezugsstrukturen der einzelnen Wirtschaftssektoren erfasst und in weiterer Folge quantifiziert werden. Sie ermöglicht die Berechnung direkter und indirekter Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte sowie der induzierten Effekte auf das gesamtwirtschaftliche Aufkommen an Steuern und Sozialversicherungsabgaben.


1) Dabei konnte jedoch nicht erfasst werden, wie hoch der Anteil jener Touristinnen und Touristen ist, die auch unabhängig der Museen oder Festspiele nach Wien, Salzburg oder Bregenz gekommen wären. Eventuell kommen einzelne Personen nicht rein um eines der Bundesmuseen zu besichtigen oder um bestimmte Aufführungen zu besuchen. Da das Kunst- und Kulturangebot in Österreich aber häufig zur Destinationsentscheidung der Besucherinnen und Besucher beiträgt, wurde implizit angenommen, dass die Effekte der auswärtigen Besucher und Besucherinnen direkt auf den Betrieb der evaluierten Einrichtungen zurückzuführen sind.

2) Diese Summe ist exklusive der vom Österreichischen Filminstitut und vom Österreichischen Musikfonds im behandelten Zeitraum vergebenen Förderungen von etwa 8,972 beziehungsweise 0,381 Millionen Euro.

3) Quellen: Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen Einrichtungen, Kunstbericht 2006 sowie Kulturbericht 2006 des BMUKK:; exklusive der vom Österreichischen Filminstitut und vom Österreichischen Musikfonds vergebenen Förderungen

Kultur-Monitoring

Bevölkerungsbefragung
Studienbericht 2007

IFES - Institut für empirische Sozialforschung GmbH

Diese Studie wurde erstellt für das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur im Juli 2007
Studie Kultur-Monitoring (PDF, 265 KB)