Europäische Kulturhauptstadt

Im Jahr 1985 auf Initiative der damaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri ins Leben gerufen, blicken die Kulturhauptstädte auf eine über 30-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

Ziel dieser EU-Initiative ist es, den Reichtum und die Vielfalt der europäischen Kulturen aufzuzeigen sowie das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger über andere Kulturen und füreinander zu verbessern. Die Kulturhauptstädte sind Botschafter eines gemeinsamen, toleranten und offenen Europas.

Die Broschüre der Europäischen Kommission gibt einen Überblick über beispielhafte Kulturhauptstädte, die mit ihrem maßgeschneiderten Programm eine besondere europäische Strahlkraft gehabt und das Publikum begeistert haben.

Europäische Kulturhauptstadt 2024 in Österreich

Die Kulturhauptstädte Graz 2003 und Linz 2009 waren überaus erfolgreich und gaben wichtige Impulse für die Stadt- und Regionalentwicklung. Österreich ist im Jahr 2024 wieder an der Reihe. Die Vorbereitungen sind bereits angelaufen. Um die potenziellen Bewerberstädte bei ihrer Vorbereitung zu unterstützen, wird vom Bundeskanzleramt eine Veranstaltungsreihe von April 2017 bis Jänner 2018 durchgeführt. Es werden eine Konferenz am 9. Juni 2017 sowie vier thematische Workshops ausschließlich für Bewerberstädte, in denen die Auswahlkriterien von Fachexpertinnen/-experten erläutert werden, abgehalten. Der erste Workshop am 6. April 2017 war dem Thema "Kulturstrategie und Evaluierung" gewidmet. Vortragende waren Mag. Ulrich Fuchs (stellvertretender Intendant Linz09 und Marseille 2013, derzeit EU-Juror) und Dr. Patrick Föhl (Netzwerk Kulturberatung). Die Moderation erfolgte durch Dr. Oliver Scheytt (Kulturexperten GmbH). Die weiteren Workshops beschäftigen sich mit den Themen: Antrag und Umsetzung, Management und Finanzierung, Audience Development and Partizipation.

Anlässlich der Ausschreibung veranstaltet das Bundeskanzleramt am 9. Juni 2017 eine öffentliche Konferenz zum Thema Europäische Dimension in Wien, zu der alle Bewerber sowie die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen sind.Wir freuen uns auf einen spannenden Wettbewerb der österreichischen Städte!

Zeitplan

  • Juni 2017: Ausschreibung
  • Februar 2019: Shortlist der EU-Jury
  • Dezember 2019: Auswahl der EU-Jury und Ernennung
  • 2020-2023: Monitoring der Vorbereitungen
  • 2024: Kulturhauptstadt Jahr in Österreich

Unterlagen

EU-Rechtsgrundlage und Prozedere

Jedes Jahr teilen sich zwei Städte aus den EU-Mitgliedstaaten nach einer festgelegten Reihenfolge den Titel. Ab dem Jahr 2021 können sich auch EU-Kandidatenländer alle drei Jahre beteiligen. Der EU-Beschluss Nr. 1622/2006/EG regelt die Auswahl der Städte für die Jahre 2007 bis 2019, der EU-Beschluss Nr. 445/2014/EU die Auswahl der Städte für die Jahre 2020 bis 2033.

Das sechsjährige und mehrstufige Auswahlverfahren wird von einer EU-Jury begleitet. Am Anfang steht eine nationale Ausschreibung. Die in die engere Auswahl gekommenen Städte müssen ihre Konzepte konkretisieren. Auf Basis der Empfehlung der EU-Jury ernennen die Mitgliedstaaten ihre Kulturhauptstadt rund vier Jahre im Voraus, damit die Vorbereitungen rechtzeitig starten können. Als Würdigung an die Initiatorin wird eine EU-Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Stadt als "Melina Mercouri Preis" vergeben.

Ausführliche Informationen sind auf der Website der Europäischen Kommission erhältlich.

Liste der Europäischen Kulturhauptstädte

2017

2018

2019

2020

2021

Kontakt

Bundeskanzleramt
Abteilung II/10 - Europäische und internationale Kulturpolitik
Mag. Kathrin Kneissel
Tel.: + 43 1 531 15-20 36 90
E-Mail: kathrin.kneissel@bka.gv.at