Mentoring für Künstlerinnen

Weibliche Kunstschaffende sind nach der Studie zur sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler in Österreich nach wie vor in vielen Bereichen benachteiligt. Deshalb führt die Sektion II des Bundeskanzleramtes seit dem Jahr 2011 ein Künstlerinnen-Mentoring-Programm durch – ein Fachmentoring von Frauen für Frauen, von Künstlerinnen für Künstlerinnen.

Durch Projekte wie Mentoring von Künstlerinnen für Künstlerinnen kann einer nachweislichen Benachteiligung von Frauen entgegengewirkt werden. Ziel des Mentorings ist der Know-how-Transfer von erfahrenen Künstlerinnen zu jüngeren Künstlerinnen, die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen, das Aufbauen von Netzwerken und das Erkennen von Kompetenzen und Potentialen.

Die Mentorinnen geben ihre persönlichen Erfahrungen weiter. Sie können den Mentees bei Entscheidungsfindungen helfen, sie können die Stärken der Mentees erkennen und fördern und aufgrund ihres Erfahrungshorizontes Lösungsmöglichkeiten anbieten und neue Kontakte herstellen.
Aber Mentoring bringt allen was – auch den Mentorinnen: Es ermöglicht z. B. die Reflexion über den eigenen beruflichen Werdegang, die Schärfung des Führungsstils, die Erweiterung der Führungskompetenz und möglicherweise neue Erkenntnisse durch den Perspektivenwechsel.

Durch die Teilnahme an offiziellen Mentoringprogrammen erhalten die Künstlerinnen auch eine zusätzliche öffentliche Präsenz und es erschließen sich Möglichkeiten, neue effektive Netzwerke aufzubauen.

Den Anfang des Programms bildet eine Kickoff-Veranstaltung mit allen Beteiligten, darauf folgen Treffen der Tandems, Gruppencoachings und Supervisionstreffen.
Die inhaltliche Betreuung übernimmt Ursula Lengauer.

Folgende 28 Kunstschaffende nehmen 2016 am Mentoringprojekt für Künstlerinnen teil:

  • Bildende Kunst (Elsy Lahner – Titania Seidl)
  • Darstellende Kunst (Barbara Klein – Carola Gartlgruber)
  • Film (Nina Kusturica – Wilma Calisir, Veronika Franz – Johanna Moder)
  • Architektur (Barbara Feller – Tina Wintersteiger)
  • Künstlerische Fotografie (Ruth Horak – Claudia Rohrauer)
  • Literarische Übersetzung (Gudrun Likar – Annika Loose, Luna-Gertrud Steiner – Anna Szostak-Weingartner)
  • Literatur (Patricia Brooks – Lydia Steinbacher, Sylvia Treudl – Marie Gamillscheg)
  • Mode (Eva Blut-Buchleitner – Jana Wieland)
  • Musik (Edith Lienbacher – Beata Beck)
  • Performance (Christine Gaigg – Olivia Hild)
  • Video- und Medienkunst (Dorit Margreiter – Anna Vasof)