Fotos von Marianne Greber

Marianne Greber © BKA, Bildrecht

Marianne Greber LE NOIR DU JOUR – Hommage à Pierre Soulages, Nr. 1, Paris 2013, LE NOIR DU JOUR – Hommage à Pierre Soulages, Nr. 3, Paris 2013, aus der 6-teiligen Serie LE NOIR DU JOUR, 2013, C-Print, je 50 x 60cm, © BKA, Bildrecht

LE NOIR DU JOUR
Hommage à Pierre Soulages
Paris, 2013

"Schwarz ist die Ursprungsfarbe der Menschheit und der Kunst."
Pierre Soulages

Die Werkserie LE NOIR DU JOUR ist eine Hommage an den französischen Maler und Grafiker Pierre Soulages. Seine Kunst zeichnet sich durch das Bestreben aus, nicht abbilden zu wollen, sondern lediglich zu sein, dabei nicht zu repräsentieren, sondern nur zu präsentieren.

LE NOIR DU JOUR ist während meiner dreimonatigen Studienzeit in Paris (3. Jänner bis 27. März 2013) in unserem Staatsatelier in der Cité Internationale des Artes entstanden. Als Werkzeug für die Arbeit dienten der schwarze Vorhang im Atelier und die einfallenden Sonnenstrahlen.

Der Vorhang, ein dichtes Gewebe aus schwarzem Kunststoff, trägt die Spuren aller Menschen, die ihn je berührt haben. Künstler, die in an diesem Ort residiert haben, Personen, die auf Besuch kamen und Mitarbeiter der Cité.

LE NOIR DU JOUR ist eine Arbeit, die sich aus der Situation im Atelier, dem permanenten subtilen Rauschen des Heizkörpers ausgesetzt zu sein, und in Auseinandersetzung mit der virtuellen Bilder- und Wortnachrichtenflut, denen wir täglich in einer wachsenden Geschwindigkeit ausgesetzt sind, sich auch tief in unser Inneres graben, entwickelt hat. Ein Streben nach non-figurativer Darstellung, nach Abstraktion, nach Kontemplation, nach Stille.

LE NOIR DU JOUR ist eine Arbeit, die nichts darstellen will, die keinen Sinn vermitteln will. Die Serie, bestehend aus sechs abstrakten Fotografien, sind Kompositionen einer intuitiven Fotografie des Ready-mades.

Das Licht und das Schwarz, die elementaren Teile der Arbeit, haben hier keine symbolische Bedeutung. Allein die Beziehung und das Wirken der beiden Elemente, die Aktionen und Reaktionen, die Töne des gemeinsamen Zusammenspiels, stehen im Vordergrund, wie in den Outrenoir-Bildern von Pierre Soulages, in denen er darlegt, wie sich die Reflexe des Lichts auf Schwarz verhalten, wenn diese auf seine bearbeitete Oberfläche treffen. (Marianne Greber)

Marianne Greber
*1963 in Andelsbuch, Autodidaktin, Diplom Schule für künstlerische Photographie. Ihre Werke waren u.a. im Leopoldmuseum, Wien, Palais Thurn & Taxis, Bregenz, Sofia City Art Gallery, Museum der Moderne Salzburg (MdM), Galleria De Faveri, Sovramonte, Italien, Labin, Kroatien zu sehen. Sie ist Herausgeberin der Fotobände SOU GLAMOUR, Bucher Verlag, 2008; FOTOKATASTROFIEREN : TONE FINK, Verlag Ch. Brandstätter, 2004; SOBREDOSIS. CUBA, Ed. Öhrli 2000 u. Greber Uitgever (Niederlande), 2001. Marianne Greber lebt und arbeitet in Wien.

www.mariannegreber.at

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