Österreichischer Kunstpreis 2015

Der Österreichische Kunstpreis wird etablierten Künstlerinnen und Künstlern für ihr Gesamtwerk zuerkannt und jährlich vom Bundeskanzleramt vergeben. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch unabhängige Expertenjurys; eine Bewerbung ist nicht möglich. Im Jahr 2015 wurde der Österreichische Kunstpreis in sieben Sparten verliehen.

  1. Österreichischer Kunstpreis 2015 – Bildende Kunst: Iris Andraschek
  2. Österreichischer Kunstpreis 2015 – Film: Hans Scheugl
  3. Österreichischer Kunstpreis 2015 – Kulturinitiativen: KI Kürbis Wies
  4. Österreichischer Kunstpreis 2015 – Künstlerische Fotografie: Anita Witek
  5. Österreichischer Kunstpreis 2015 – Literatur: Evelyn Schlag
  6. Österreichischer Kunstpreis 2015 – Musik: Thomas Larcher
  7. Österreichischer Kunstpreis 2015 – Video- und Medienkunst: Bernhard Leitner

Österreichischer Kunstpreis 2015 – Bildende Kunst: Iris Andraschek

Jury: Claudia Märzendorfer, Maren Richter, Eva Schlegel

Iris Andraschek

Iris Andraschek (© Iris Andraschek)

Iris Andraschek

Geboren 1963 in Horn, Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien, lebt und arbeitet in Wien und Mödring, Niederösterreich.

Rituale unterschiedlicher Communities, alternative Lebensentwürfe, Natur, der ländliche Raum, seine Gesellschaft und Ordnungssysteme sind wiederkehrende Themen in den künstlerischen Arbeiten Iris Andrascheks. Die Übergänge von Privatheit und Öffentlichkeit, Alltag und Inszenierung verhandelt sie ebenso wie die Grenzen zwischen Realität und Fiktion in medial konstruierten Bildern. Für die Präsentation ihrer Zeichnungen und Fotografien in kontext- und ortsspezifischen Installationen, Ausstellungen oder im öffentlichen Raum entwickelt Iris Andraschek spezielle Displays und Möbel.

www.irisandraschek.com
www.dermusereichts.at

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2016 Galerie Raum mit Licht, Wien
  • 2015 Nachbilder – Invisible Paintings, Wandmalereien, Neubau Anton Bruckner, Privatuniversität, Linz; Wait until the Night is silent – Vegas and She, Fotohof Salzburg (mit Stefanie Moshammer); Gruft Boutique, öffentlicher Raum Wien
  • 2014 Wohin verschwinden die Grenzen? Kam mizí hranize?, Installation am Grenzübergang Fratres/Slavonice*; Thinking on Thresholds, Galerie Eugen Lendl, Graz; All these Signs – Overwriting the Subject, Galerie Raum mit Licht (mit Georgia Creimer), Wien
  • 2013 Where to Draw the Line, Salzburger Kunstverein; Foto Andraschek & Töchter, Kunstraum Goethestraße, Linz
  • 2012 Passion of the Real, Semperdepot (im Rahmen von Georg Folian zeigt); Was geht ab?, Fotoforum Braunau
  • 2011 My Life – My Rules, Kunstraum Weikendorf; Turnertempel – Erinnerungsort, öffentlicher Raum Wien
  • 2010 Tell these People who I am, öffentlicher Raum Wien
  • 2009 Der Muse reicht’s, Arkadenhof, Universität Wien
  • 2007 Herumkurven, Kunstraum Lakeside, Klagenfurt*; Dialog/Diálogo, Galería H-10, Valparaiso, Chile
  • 2006 Horn bei Baden/St. Pölten, Kunstverein Baden; As You Like It, Webster University, Wien
  • 2005 Graveyard of Ambitions, Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz
  • 2003 Cement Gardens, Kunsthalle Exnergasse, Wien*; Private Property, Durham Art Gallery, Durham, Kanada
  • 2000 Iris Andraschek, Galerie 5020, Salzburg
  • 1999 Suchen und Vergessen, Haus Bernsteiner, Wien; Graveyard of Ambitions, Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz
  • 1997 For your Eyes only – Between Comfort and Anxiety, Webster University, Wien
  • 1995 Iris Andraschek, Galerie M & M Stähli, Oberdiessbach

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2015 Rabenmütter, Lentos Kunstmuseum, Linz; Macht & Gewinn, Kunstforum Montafon, Schruns
  • 2014 Grenzfälle, Landesgalerie Linz; Ästhetik des Widerstandes, Galerie im Turm, Berlin; In the Flesh, weisses haus, Wien
  • 2013 Mobilität II, Grenzen, Fotogalerie, Wien; Desiring the Real. Austria Contemporary, Galerie Antonio López Sáenz (GAALS), Culiacán, Mexico; Chifte Hamam, National Gallery Macedonia; Depo, Istanbul; MOCAB Museum of Contemporary Art, Belgrad; Phantoms & Ghosts, weisses haus, Wien
  • 2012 Alle Worte sind aus!, Kunstraum Goethestraße, Linz; Desiring the Real. Austria Contemporary, Museo Universitario de Arte Contemporaneo, Ciudad de México; Muzej Savremene Umetnosti, Beograd; Ulrike Müller. Herstory Inventory: 100 feministische Zeichnungen von 100 Künstlerinnen, Kunsthaus Bregenz; Montag ist erst übermorgen. Junge Kunst auf Papier. Ankäufe des Kupferstichkabinetts 1997–2012, xhibit, Akademie der bildenden Künste, Wien; Röcke tragen, Museum der Moderne, Salzburg
  • 2011 Geteilte Zuversicht, öffentlicher Raum Reinsberg, Niederösterreich
  • 2010 Things We Never Did, Galerie Maerz, Linz
  • 2009 Postalternativ, Kunstraum Niederösterreich, Wien; Mahlzeit!, Galerie im Traklhaus, Salzburg
  • 2008 Figurative Zeichnungen/dessins figuratifs, Musée d’Art Moderne, St. Etienne; Galerie im Traklhaus, Salzburg; System Mensch, Museum der Moderne Rupertinum, Salzburg
  • 2007 Dialog, Fotogalerie Wien
  • 2006 Bon Appétit, Galerie Lisi Hämmerle, Bregenz; Gezeichnet, Niederösterreichisches Landesmuseum, St. Pölten; Bühne Land, Forum Stadtpark, Graz
  • 2005 soused[ka] – nachbar[in], Rakouské kulturni forum Praha; Life Between Buildings. Lebensbaum und Kalaschnikow, Donau-Universität Krems; Realitäten ll. Gesellschaftswerte, Fotogalerie, Wien
  • 2004 Vision einer Sammlung, Museum der Moderne Salzburg; Durham Revisited, ESC, Graz
  • 2003 Mutual Fields, Galerie 5020 Salzburg; Korrelationen, Northern Photographic Centre Oulu, Centre for Photography Peri, Turk
  • 2002 Thema: Frauen: Thema, Fotogalerie Wien
  • 2000 Rupertinum Fotopreis, Arbeiten der nominierten Künstlerinnen, Museum der Moderne Rupertinum Salzburg
  • 1998 The Choice, Exit Art Museum, New York; Kunst ohne Unikat, Galerie & Edition Artelier, Steirischer Herbst, Graz; Change, Akademie der bildenden Künste, Wien
  • 1997 Das perfekte Publikum, Steirischer Herbst, Schloss Farrach
  • 1996 Wunderbar, Kunstverein Hamburg; Moving In, Randolph Street Gallery, Chicago; Photophilie, Galerie Steinek, Wien
  • 1994 Trivial Circuit, Künstlerhaus Klagenfurt
  • 1993 Krieg – Österreichische Triennale zur Fotografie, Forum Stadtpark/Neue Galerie, Graz; Reise zu den Quellen, Museum in Progress, Wien; Differenzen, Affinitäten und Brüche. Zeitschnitt 92 – Aktuelle Kunst aus Österreich, Messepalast/Museumsquartier, Wien

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2015 Österreichischer Kunstpreis – Bildende Kunst, Bundeskanzleramt
  • 2014 Besondere Erwähnung beim Prix d‘Intégration de Sculpture monumentale à l´Urbanisme für das Projekt "Tell these People who I am", Liège
  • 2010 Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Kunst im öffentlichen Raum (mit Hubert Lobnig)
  • 2009 Preis beim 31. Österreichischen Grafikwettbewerb, Innsbruck
  • 2005 Preis beim 29. Österreichischen Grafikwettbewerb, Innsbruck
  • 2004 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für künstlerische Fotografie
  • 1999 Die Kunst der Linie, Linz (Hauptpreis mit Annette Stolarski)
  • 1988 Förderungspreis des Landes Niederösterreich
  • 1987 Preis des Landes Niederösterreich beim Innsbrucker Graphikwettbewerb; Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
  • 1986 Meisterschülerpreis, Akademie der bildenden Künste Wien
  • 1985 Meisterschülerpreis, Akademie der bildenden Künste Wien
  • 1984 Fügerpreis in Silber, Akademie der bildenden Künste Wien
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Österreichischer Kunstpreis 2015 – Film: Hans Scheugl

Jury: Maya McKechneay, Dieter Pichler, Alexandra Pirker

Hans Scheugl

Hans Scheugl (© Jacek Draminski)

Hans Scheugl

Geboren 1940 in Wien. Filmakademie in Wien und praktisches Filmstudium 1963 in Paris an der Cinémathèque, seit 1966 freier Filmemacher, lebt und arbeitet in Wien. Gründete nach dem Experimentalfilm-Festival in Knokke, an dem er teilnahm, im Januar 1968 zusammen mit Schmidt jr., Weibel, Kren, VALIE EXPORT und Gottfried Schlemmer die Austria Filmmakers Cooperative. In der Folge gemeinsame Aufführungen und politische Auftritte in Österreich und Deutschland.

Scheugls Filmarbeit entwickelte sich in verschiedene künstlerische Richtungen. Sein erster Film Miliz in der Früh ebenso wie die späteren Filme Der Ort der Zeit und Was die Nacht spricht sind experimentelle Spielfilme. Die strukturellen Mittel des Films benutzte er in Filmen wie Wien 17, Schumanngasse und Hernals, um das Verhältnis von Realzeit und Filmzeit zu untersuchen. 1968 entstand eine Reihe von Expanded Cinema-Aktionen (zzz: hamburg special), die ihn über die Grenzen Österreichs hinaus
bekannt machten. Dokumentarfilme entstanden in den 1980er und 1990er Jahren. Kamera und Co-Kamera bei Filmen von Ernst Schmidt jr., Peter Weibel, Otto Mühl und Kurt Kren. Mitwirkung bei Weibels Aktion Exit (1968) in München; bei der Aktion film, action, text (14. 2. 1969) in der Buchhandlung Hermann, zusammen mit Mühl, Weibel, EXPORT, Kren, Schmidt.

In den 1970er Jahren zog er sich vom Filmemachen zurück und veröffentlichte mehrere Bücher. 1973 Mitbegründer der Grazer Autorenversammlung GAV. Er entfernte sich über Jahre vollkommen von der Kunstszene und hielt sich zwischen 1974 und 1977 mehrmals längere Zeit in Indien auf.

1982 gründete er die Filmmakers Coop neu (Verleih und Filmwerkstatt) und kehrte 1985 mit Der Ort der Zeit zum Filmemachen zurück. Er verband in diesem Film strukturelle Mittel mit Spielfilm-Motiven. Teilnahme an zahlreichen Filmfestivals. Drehte u.a. für den ORF einen Film über Kurt Kren. 1985 organisierte er die erste Schau österreichischer Avantgardefilme in den USA (Washington, New York) und schuf zwischen 1986 und 1990 den ersten Film-Pool des österreichischen Avantgardefilms.
Scheugl veröffentlichte ab 1996 weitere Bücher, kuratierte 2006 für die Viennale die Retrospektive Herbert Vesely und beschäftigte sich mit Fotografie wie schon in den Jahrzehnten davor. Erste Fotoausstellung 1996. Teilnahme an mehreren Kunstausstellungen. 2012/13 Ausstellung früher Fotoarbeiten im Wien-Museum.
Nach einer Pause von 20 Jahren drehte er 2014 mit Dear John einen neuen Film.

www.scheugl.org

Filme (Auswahl)

  • 2014 Dear John, DCP, 41 Min., 24 Sek.
  • 2013 1. Mai 2004, Video 12 ½ Min.; Homeless New York 1990, Recut des 16mm-Films Black/White, DCP, 17 ½ Min.
  • 1993 Prince of Peace, 16mm, 8 Min.; (Calcutta) GO, 16mm, 9 Min.; Rutt Deen, 16mm, 60 Min., Farbe
  • 1990 Black/White
  • 1988 Keine Donau – Kurt Kren und seine Filme, 16mm, 55 Min.
  • 1986 Was die Nacht spricht, 16mm, 79 Min.
  • 1985 Der Ort der Zeit, 16mm, 40 Min.
  • 1968 Sugar Daddies, 16mm, 13 Min., s/w, stumm; Der Voyeur, Aktion mit 8mm-Film, Projektor und Vorführer; Eroticon sublim, 16mm, 2 Min., Farbe, stumm; zzz: hamburg special, jedes Format, auch Cinemascope, beliebig lang, s/w; Safety Film, 4 Min., s/w, stumm; hommage à alfred hitchcock, Entwurf für ein Movie Environment; Ich bin ein Film, im Jahrbuch Film 1968 der Zeitschrift Film bot sich Scheugl mittels eines Fotos zum Kauf und zur Miete an
  • 1967 Hernals, 16mm, 11 Min., Farbe; Wien 17, Schumanngasse, 16mm, 2 ¾ Min, s/w, stumm
  • 1966 Miliz in der Früh, 16mm, 17 Min., Farbe

Publikationen (Auswahl)

  • Sex und Macht. Eine Metaerzählung des amerikanischen Films des 20. Jahrhunderts, Schmetterling Verlag 2007
  • Erweitertes Kino. Die Wiener Filme der 60er Jahre, Triton Verlag 2002
  • Das Absolute. Eine Ideengeschichte der Moderne, Springer Verlag 1999
  • Ex Underground. Kurt Kren, seine Filme, (Hg.), PVS Verleger 1996
  • Show Freaks & Monster, DuMont 1974
  • Sexualität und Neurose im Film. Die Kinomythen von Griffith bis Warhol, Hanser 1974
  • Eine Subgeschichte des Films. Lexikon des Avantgarde-, Experimental- und Undergroundfilms, zusammen mit Ernst Schmidt jr., Ed. Suhrkamp 1974

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2015 Österreichischer Kunstpreis – Film, Bundeskanzleramt
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Österreichischer Kunstpreis 2015 – Kulturinitiativen: KI Kürbis Wies

Jury: Hans Dünser, Katarina Haller, Sabine Kritsch-Schmall, Thomas Wolkinger, Alina Zeichen

Kulturinitiative Kürbis Wies

"Atypische Mehrsparten-Frucht."
(Colette Schmidt im Standard über die KI Kürbis)
Die Kulturinitiative Kürbis Wies versteht sich als Plattform für aktive Kulturarbeit im ländlichen Raum und als Vermittler zwischen dem traditionellen öffentlichen Raum "Land" und dem Zugang zu rezenten künstlerischen Strömungen.

Der Erfolg und die Akzeptanz der Arbeit der KI Kürbis zeigt, dass der eingeschlagene Weg zwischen Tradition und Zeitgenossenschaft verbunden mit einem Prinzip der Offenheit und der Einladung an die Bevölkerung der Region eine Möglichkeit bietet, kontinuierlich und auf hohem Niveau auch am Land Kultur zu vermitteln, ohne auf den Import von städtischen Events zurückgreifen zu müssen. Die KI Kürbis hat im Laufe der Jahre ein eigenständiges Konzept kreiert, das österreichweit als Präzedenzfall für funktionierende regionale Kulturarbeit gilt.

Begonnen hat es 1972 mit der Kulturarbeit einer Gruppe junger Menschen und deren Freude am Theaterspiel. 1976 wurde dann ein Kulturverein gegründet, der sich später in Kulturinitiative Kürbis Wies umbenannte. Heute finden jährlich mindestens drei bis vier Theaterproduktionen statt, darunter auch Uraufführungen österreichischer Autorinnen und Autoren.

Des Weiteren richtet man seit 1990 (seit 2005 in Zusammenarbeit mit dem Theaterland Steiermark) im Frühjahr das Internationale Figurentheaterfestival Sommertraumhafen aus, zu dem Gruppen aus aller Welt nach Wies kommen.

Was die eigentliche Stärke der Kulturinitiative jedoch ausmacht, ist die Erweiterung des Programms von einem reinen Theater- zu einem Mehrspartenbetrieb, die etwa ab 1987 erfolgte. Seither werden neben den Theateraufführungen auch noch Lesungen, Konzerte und Ausstellungen geboten, seit 1989 gibt es einen eigenen kleinen Verlag, die edition Kürbis, in der jährlich ein bis zwei Bücher erscheinen, sowie das Plattenlabel pumpkin records, eine Anlaufstelle für junge österreichische Bands und Musikerinnen/Musiker mit bislang beinahe 80 Releases.

Seit 2010 wurden auch mehrere Projekte als Kunst im öffentlichen Raum organisiert und im Herbst 2012 das Atelier im Schwimmbad als Arbeitsstätte für Künstlerinnen und Künstler und als Begegnungsstätte mit aktueller Kunst eröffnet.

www.kuerbis.at

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Österreichischer Kunstpreis 2015 – Künstlerische Fotografie: Anita Witek

Jury: Sissa Micheli, Walter Moser, Walter Seidl

Anita Witek

Anita Witek (© Anita Witek)

Anita Witek

Geboren 1970, lebt und arbeitet in Wien.
1997 Diplom für Malerei, Universität für angewandte Kunst, Wien
2000 MA Photography, Royal College of Art, London

anitawitek.net/

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2016 Anita Witek – About life/Peter Piller – Belegkontrolle, Kunsthaus Wien; Circling the Square, im Auftrag von BIG Art für BG BRG Eisenstadt
  • 2015 How to work live better, l’étrangère, London; Es ist wie es scheint, Steirischer Herbst, Kunsthalle Graz, Graz
  • 2014 High Performance, Panorama in den Räumen von Accenture, Wiener Börse, Wien; Hier und wo du bist, Galerie Marenzi, Leibnitz
  • 2012 Best of …, Galerie Raum mit Licht, Wien
  • 2006 Before&After, MURRAYGUY, New York
  • 2003 urban exercises, Galerie P, Brüssel
  • 1999 Internal, Salzburger Kunstverein, Künstlerhaus Salzburg

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2015 Subversiv – Raum für Alternativen, GrazMuseum, Graz
  • 2014 Archives, Re-Assemblances and Surveys, Klovicevi dvori Gallery, Zagreb; Fragen zur Geste, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart; Reassembling Past Futures, Austrian Cultural Forum, London; raus hier, Kunstpavillon im alten Botanischen Garten, München; This Page Intentionally Left Blank, Akbank Art Center, Istanbul; 5 Minuten Wegzeit – 25 Meter Schaufenster, Atelier Steinbrener/Dempf/Huber, Wien
  • 2013 Sculpture, Camera Austria Graz; Fragile, BAWAG Contemporary, Wien; DLF 1874: THE BIOGRAPHY OF IMAGES, Audain Gallery SFU, Vancouver; Aus Samtkasten 3/0, (mit Karl Karner) Ve.Sch – Verein für Raum und Form in der bildenden Kunst, Wien; Behauptungen auf Papier – nonchalant, en passant und absolut, WERKSTADT GRAZ, Graz; CONCRETE. Fotografie und Architektur, Fotomuseum Winterthur, Winterthur; Origo (am Nullpunkt des Standpunkts), Kunsthalle Exnergasse, Wien
  • 2012 Utopia/Dystopia: Constructed with Photography, Museum of Fine Arts, MFA, Houston, Texas; medien.kunst.sammeln. Perspektiven einer Sammlung, Kunsthaus Graz; Schaufenster zur Sammlung I. Orte der Kunst, Museum der Moderne, Salzburg; DLF 1874. Die Biografie der Bilder, Camera Austria Graz; DLF 1874. Die Biografie der Bilder, HALLE 14, Leipziger Baumwollspinnerei, Leipzig; On Screen. Aktuelle Fotografie aus Österreich, Fotohof, Salzburg; Nacht, Galerie Ostlicht, Wien
  • 2011 Brave New World, Museum der Moderne Rupertinum, Salzburg und Fundación Antonio Pérez, Cuenca; 32. Österreichischer Grafikwettbewerb 2011, Galerie im Taxispalais, Innsbruck
  • 2010 The Bart Wells Boutique, Kensington, London; Huisligkeijt, Roger Raveel Museum, Machelen; Brave New World, Austrian Cultural Forum, London
  • 2009 Fragility of Being, Nationales Museum für Gegenwartskunst (MNAC), Bukarest; REWIND/FAST FORWARD, Landesmuseum Joanneum, Graz
  • 2008 Dark side. Fotografische Begierde und fotografierte Sexualität, Fotomuseum Winterthur; Another Tomorrow – Young Video Art from the Collection Neue Galerie Graz, Slought Foundation, Philadelphia; Vor-Bilder, Fotogalerie, Wien; Ausstellung zum Förderpreis des Landes Steiermark 2008, Landesmuseum Joanneum, Graz
  • 2007 Summer school, Ibid projects, London; 30. Österreichischer Grafikwettbewerb, Galerie im Taxispalais, Innsbruck; Launch of FashNRiot magazine, Issue 4, The Photographers Gallery, London
  • 2006 reflection&distraction, Galerie Fotohof, Salzburg
  • 2005 Simultan, Museum der Moderne, Salzburg; Feiersinger/Maier/Witek, Künstlervereinigung MAERZ, Linz; Double Check: Die Re-Definition von Raum in der Fotografie: Gegen-Räume – Synchrone Geschichte(n), Camera Austria, Kunsthaus Graz
  • 2004 One in a Million, Austrian Cultural Forum, New York; Double Check: The Other Space, Parallel Histories, Contemporary Art Centre, Celje; Schaugrund, Freiraum, Quartier 21, Wien
  • 2003 See. Bee Seen, VTO Gallery, London; The last show, Galerie P, Brüssel; Absences: Photographs of Urban Alienation, Tenri Cultural Institute, New York
  • 2001 Who’s home is this anyway?, Mafuji Gallery, London
  • 2000 7 Stunden Kunstvideos, Medienturm, Graz; Assembly, Stepney City E1, London; 98-99-00, Die Neue Künstlergeneration, Kunsthalle Krems, Krems; Photography 2000, RCA, London
  • 1999 Blue Fire, 3rd Biennial Prague, City Gallery Prag; Publi©domain, Third Austrian Triennial on Photography, Eisernes Haus, Graz; project:security, Jan van Eyck Academy, Maastricht
  • 998 Junge Szene, Secession, Wien

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2015 Österreichischer Kunstpreis – Künstlerische Fotografie, Bundeskanzleramt
  • 2011 Preis des Landes Südtirol; 32. Österreichischer Grafikwettbewerb
  • 2008 Förderungspreis des Landes Steiermark
  • 2007 30. Österreichischer Grafikwettbewerb Innsbruck
  • 2000 Römerquelle-Kunstpreis-Fotografie
  • 1998 Preis der Landesregierung Salzburg
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Österreichischer Kunstpreis 2015 – Literatur: Evelyn Schlag

Jury: Bernhard Fetz, Petra Ganglbauer, Klaus Nüchtern

Evelyn Schlag

Evelyn Schlag (© Helmut Gollner)

Evelyn Schlag

Geboren 1952 in Waidhofen an der Ybbs/Niederösterreich, Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Wien, Mittelschullehrerin in Wien, danach Lehrerin an der Bundeshandelsakademie in Waidhofen/Ybbs. Publiziert eigene Texte seit Mitte der 70er Jahre, seit 2002 freie Schriftstellerin; zahlreiche Lesereisen durch Europa und Nordamerika. Evelyn Schlag ist Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung und seit November 2002 Mitglied der Elizabeth Bishop Society of Nova Scotia. Lebt in Waidhofen an der Ybbs/Niederösterreich.

Bibliografie (Auswahl)

  • verlangsamte raserei. gedichte, Zsolnay Verlag 2014
  • Die große Freiheit des Ferenc Puskás. Roman, Zsolnay Verlag 2011
  • Sprache von einem anderen Holz. Gedichte, Zsolnay Verlag 2008
  • Architektur einer Liebe. Roman, Zsolnay Verlag 2006
  • Das L in Laura. Roman, Zsolnay Verlag 2003
  • Brauchst du den Schlaf dieser Nacht. Gedichte, Zsolnay Verlag 2002
  • Das Talent meiner Frau. Gedichte, Residenz Verlag 1999
  • Die göttliche Ordnung der Begierden. Roman, Residenz Verlag 1998
  • Unsichtbare Frauen. Drei Erzählungen, Residenz Verlag 1995
  • Touché. Erzählungen, S. Fischer Verlag 1994
  • Keiner fragt mich je, wozu ich diese Krankheit denn brauche.
  • Grazer Vorlesungen zur Literatur, Literaturverlag Droschl 1993
  • Der Schnabelberg. Gedichte, S. Fischer Verlag 1992
  • Ortswechsel des Herzens. Gedichte, S. Fischer Verlag 1989
  • Die Kränkung. Erzählung, S. Fischer Verlag 1987
  • Brandstetters Reise. Erzählung, S. Fischer 1985
  • Einflüsterung nahe seinem Ohr. Gedichte, Edition Maioli 1984
  • Beim Hüter des Schattens. Erzählung, S. Fischer Verlag 1984
  • Nachhilfe. Erzählung, Verlag Jugend & Volk 1981

Übersetzungen

  • Douglas Dunn. Elegien. In Nachdichtungen von Evelyn Schlag, Übersetzung aus dem Englischen, S. Fischer Verlag 1991

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2015 Österreichischer Kunstpreis – Literatur, Bundeskanzleramt
  • 1998 Otto-Stoessl-Preis
  • 1997 Anton-Wildgans-Preis der Österreichischen Industrie
  • 1994 Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur
  • 1990 Förderungspreis für Literatur, Bundesministerium für Unterricht und Kunst
  • 1988 Förderpreis des Bremer Literaturpreises der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung
  • 1984 und 1993 Buchprämie des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst
  • 1980 Paula-Grogger-Erzählpreis des Steirischen Schriftstellerbundes
  • 1979 Förderungspreis des Landes Niederösterreich
  • 1978 Preis des Erzählerwettbewerbs "Glückliches Österreich" der "Presse" Wien
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Österreichischer Kunstpreis 2015 – Musik: Thomas Larcher

Jury: Margarethe Deppe, Ludwig Nussbichler, Gerhard Sammer, Gottfried Zawichowski

Thomas Larcher

Thomas Larcher (© Reinhard Fichtinger)

Thomas Larcher

Geboren 1963, aufgewachsen in Tirol, studierte Komposition und Klavier in Wien. Seine frühen Werke sind vor allem von der intensiven Auseinandersetzung mit dem eigenen Instrument und dessen Klang geprägt. Bereits hier zeigt sich Larcher als Grenzgänger der Stile, der bewusst auch neben den orthodoxen Pfaden der sogenannten Avantgarde wandelt.

Mit den Streichquartetten Cold Farmer (1990), IXXU (1998–2004) und Madhares (2006/2007) emanzipiert sich der Komponist von seiner ursprünglichen Herkunft als Pianist, die Solokonzerte Still für Viola und Kammerorchester (2002), Böse Zellen für Klavier und Orchester (2006) und das Konzert für Violine und Orchester (2008), geschrieben für Isabelle Faust, folgen.

Bereits mit seinem Zyklus My Illness Is The Medicine I Need für Sopran und Klaviertrio (2002) rückte die Singstimme in das Zentrum des musikalischen Interesses von Thomas Larcher. Davon zeugen auch Werke wie Die Nacht der Verlorenen (2008), für den Bariton Matthias Goerne und die London Sinfonietta geschrieben, sowie der Liederzyklus A Padmore Cycle (2012) für Tenor und Klavier.
2011 brachten das San Francisco Symphony Orchestra und Osmo Vänskä Larchers Orchesterstück Red and Green zur Uraufführung.

Noch im selben Jahr folgte in der Royal Albert Hall anlässlich der BBC Proms die Premiere des Konzerts für Violine, Violoncello und Orchester mit Viktoria Mullova und Matthew Barley unter der Leitung von Ilan Volkov, für das Larcher 2012 den British Composer Awards’ International Category Award gewann.

Zurzeit arbeitet Larcher an einem Werk für Bariton und Orchester (Auftrag der Zaterdag Matinee Amsterdam, des NSO Washington und des Gewandhauses Leipzig), an einem Streichquartett zum 20-Jahr-Jubiläum des Belcea Quartet sowie an einem Konzert für Orchester für die Wiener Philharmoniker und Semyon Bychkov (UA 03. 06. 2016).

Thomas Larchers bisheriges Schaffen ist auf dem Label ECM dokumentiert. Im Frühling 2014 erschien auf Harmonia Mundi seine neue CD What becomes mit Mark Padmore und Tamara Stefanovich als Interpreten.

Seine Aufnahmen wurden mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik, einem Choc du Monde de la musique und dem Diapason d’or.

Als Composer in Residence erhielt er unter anderem Einladungen zu den Festivals in Davos, Heimbach, Risör, Mondsee und Bantry sowie vom Mozarteum Orchester Salzburg, dem Wiener Konzerthaus und der Londoner Wigmore Hall.

1994 gründete Thomas Larcher das Festival Klangspuren, dessen Künstlerischer Leiter er bis 2003 blieb. Seit 2004 betreut er das Swarovski Kammermusikfestival Musik im Riesen als Künstlerischer Leiter.
Thomas Larchers Werke erscheinen bei Schott Music London.

www.thomaslarcher.com

Orchesterwerke

  • Red and Green für großes Orchester (2010), 18’; Auftragswerk des San Francisco Symphony Orchestra; UA: 07. 04. 2011, Cupertino (USA), Osmo Vänskä (Dirigent), San Francisco Symphony Orchestra

Orchesterwerke mit Soloinstrument/Solostimme

  • Still für Viola und Kammerorchester (2002), 25’; Auftragswerk des Stuttgarter Kammerorchesters und der Internationalen Stiftung Mozarteum; UA: 02. 02. 2003, Mozartwoche Salzburg, Kim Kashkashian (Viola), Dennis Russell Davies (Dirigent), Stuttgarter Kammerorchester
  • Hier, heute für Violoncello, Orchester und Zuspiel-CD (2005), 22‘, Text: Jean-Marc Bouju; Auftragswerk des Luzerner Sinfonieorchesters; UA: 09. 11. 2005, Luzern, Thomas Demenga (Violoncello), Jonathan Nott (Dirigent), Luzerner Sinfonieorchester
  • Heute für Sopran und Orchester (2005/06), 20’, Text: Alois Hotschnig; Auftragswerk der Tonhalle Düsseldorf/Düsseldorfer Symphoniker; UA: 10. 03. 2006, Düsseldorf, Salome Kammer (Sopran), John Fiore (Dirigent), Düsseldorfer Symphoniker
  • Böse Zellen für Klavier und Orchester (2006/rev. 2007), 22’; Auftragswerk des Klavier-Festivals Ruhr und der Stadt Innsbruck; UA: 19. 07. 2006, Klavier-Festival Ruhr, Essen, Thomas Larcher (Klavier), Dennis Russel Davies (Dirigent), Münchener Kammerorchester
  • Konzert für Violine und Orchester (2008/2009); Auftragswerk des Radiosymphonieorchesters Wien, des Radiosymphonieorchesters Saarbrücken und der Zaterdag Matinee, Concertgebouw Amsterdam; UA: 26. 03. 2009, Wien, Isabelle Faust (Violine), Bertrand de Billy (Dirigent), RSO Wien
  • Konzert für Violine, Violoncello und Orchester (2011), 22’; Auftragswerk von BBC Radio 3 (für BBC Proms 2011) und Wiener Konzerthaus; UA: 18. 08. 2011, Wien, London, Royal Albert Hall, Viktoria Mullova (Violine), Matthew Barley (Violoncello), Ilan Volkov (Dirigent), BBC Scottish Symphony Orchestra ausgezeichnet mit dem British Composer Award "International Award" 2012

Ensemblewerke mit Soloinstrument/Solostimme

  • Die Nacht der Verlorenen für Bariton und Ensemble (2008), 30’, Text: Ingeborg Bachmann; Auftragswerk des South Bank Centre, des Holland Festivals und des Remix-Ensembles, Porto; UA: 30. 09. 2008, London, Matthias Goerne (Bariton), Martin Brabbins (Dirigent), London Sinfonietta
  • My Illness Is the Medicine I Need für Sopran und Ensemble (2002/13), 18’, Text: Interviews aus dem Benetton-Magazin "Colors", Textbearbeitung: Thomas Larcher; UA: 04. 05. 2013, Hilversum, Christina Landshamer (Sopran), Radio Kamer Filharmonie, Niederlande, Thomas Larcher (Dirigent)

Vokalwerke

  • Das Spiel ist aus für 24-stimmigen Chor (2012), Text: Ingeborg Bachmann; Auftragswerk des ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart; UA: 09. 02. 2013, Stuttgart, ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart, Marcus Creed (Dirigent), SWR Vokalensemble Stuttgart

Kammermusik Streichquartette

  • Cold Farmer für Streichquartett (1990), 14’ (1. Streichquartett); UA: 1990, Wien, Artis Quartett
  • IXXU für Streichquartett (1998–2004), 15’ (2. Streichquartett); Auftragswerk des Davos Festivals; UA: 2005, Lech am Arlberg, Rosamunde Quartett
  • Madhares für Streichquartett (2006/07), 18’ (3. Streichquartett); Auftragswerk der Internationalen Stiftung Mozarteum und Chamber Music Cincinnati; UA: 29. 01. 2008, Mozartwoche Salzburg, Artemis Quartett
  • Streichquartett Nr. 4 (2013), 14’ (4. Streichquartett); Auftragswerk des Mozarteum Orchesters Salzburg; UA: 11. 03. 2014, Salzburg, Mozarteum, Stadler Quartett

Kammermusik für andere Besetzungen

  • Kraken für Violine, Violoncello und Klavier (1994–97), 17’; UA: 27. 11. 1996, Wien
  • Mumien für Violoncello und Klavier (2001), 15’; UA: 08. 03. 2002, München, Heinrich Schiff (Violoncello), Till Fellner (Klavier)
  • Uchafu für Trompete und Klavier (2003), 13’; Auftragswerk des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD; UA: 11. 09. 2003, München, Internationaler Musikwettbewerb der ARD, David Guerrier (Trompete), N. N. (Klavier)
  • Fasern für Klarinette, Violoncello und Klavier (2006), 20’; Auftragswerk der Musiktage Mondsee; UA: 30. 08. 2006, Musiktage Mondsee, Martin Fröst (Klarinette), Heinrich Schiff (Violoncello), Thomas Larcher (Klavier)
  • Splinters für Violoncello und Klavier (2012); UA: 27. 03. 2012, London, Wigmore Hall, Alban Gerhardt (Violoncello), Thomas Larcher (Klavier)
  • Duo für Violine und Violoncello (2012), 18’; Auftragswerk des Austrian Cultural Forum New York; UA: 15. 10. 2012, New York, Austrian Cultural Forum, Nicolas Dautricourt (Violine), Nicolas Altstaedt (Violoncello)

Kammermusik mit Stimme

  • My Illness Is the Medicine I Need für Sopran, Violine, Violoncello und Klavier (2002), 14’, Text: Interviews aus dem Benetton-Magazin "Colors", Textbearbeitung: Thomas Larcher; Auftragswerk der Spannungen 2002; UA: 13. 06. 2002, Heimbach, Juliane Banse (Sopran), Christian Tetzlaff (Violine), Nikolaj Schneider (Violoncello), Thomas Larcher (Klavier)
  • Böhmen liegt am Meer – Enigma für Bariton, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier (2008/2009), Text: Ingeborg Bachmann; Auftragswerk der Kölner Philharmonie; UA: 14. 09. 2008, Köln, Matthias Goerne (Bariton), Viviane Hagner (Violine), Matthew Barley (Violoncello), Martin Fröst (Klarinette), Thomas Larcher (Klavier)
  • Lyrical Lights für Tenor und Klarinette (2013), 9’, Text: Roy Nathanson, Jeff Friedman; UA: 08. 11. 2013, Innsbruck, aut, Mark Padmore (Tenor), Reinhold Brunner (Klarinette)
  • A Padmore Cycle für Tenor und Klavier (2010–2011), 20‘, Texte: Hans Aschenwald, Alois Hotschnig; UA: 14. 05. 2011, Margreid, Weingut Alois Lageder, Festival VIN-o-TON 2011, Mark Padmore (Tenor), Thomas Larcher (Klavier)

Solowerke

  • Klavierstück 1986, 8’; UA: 1986, Innsbruck, Thomas Larcher
  • Naunz für Klavier (1989), 14’; UA: 1989, Innsbruck, Thomas Larcher
  • Noodivihik für Klavier (1992), 10’; Auftragswerk der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien; UA: 08. 04. 1992, Wien, Thomas Larcher (Klavier)
  • Vier Seiten für Violoncello (1997), 7’; Auftragswerk des Landes Tirol; UA: 1997, Innsbruck, Thomas Demenga (Violoncello)
  • Antennen-Requiem für H. (1999), 7’; UA: 1999, Wien, Thomas Larcher
  • Smart Dust für Klavier (2005), 12’; Auftragswerk für das Lucerne Festival; UA: 26. 11. 2005, Luzern, Thomas Larcher (Klavier)
  • Sonata für Violoncello (2007), 18’; Auftragswerk des Sweet Briar College of Music, London
  • What Becomes/Was wird für Klavier (2009), 20’; Auftragswerk von E.C.H.O. (European Concert Hall Organisation); UA: 13. 11. 2009, New York, Leif Ove Andsnes (Klavier), Robin Rhode (Videoanimation)
  • Poems, 12 Stücke für Pianisten und andere Kinder (1975–2010), 18’; UA: 15. 05. 2012, London, Lars Vogt (Klavier)
  • Innerberger Bauerntanz für Klavier (2012), 2‘, aus einer Manuskript-Sammlung von 1836, wiederentdeckt im Bauernhaus "Ober-Hiandl"; UA: 19. 06. 2012, New York, The Juilliard School/Paul Recital Hall, Christopher McKiggan (Klavier)
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Österreichischer Kunstpreis 2015 – Video- und Medienkunst: Bernhard Leitner

Jury: Nikolaus Gansterer, Franz Pomassl, Andrea van der Straeten

Bernhard Leitner

Bernhard Leitner (© Maik Schuck)

Bernhard Leitner

Geboren 1938 in Feldkirch. Ab 1956 Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Wien. 1963–1966 in Paris. Oktober 1968 Übersiedlung nach New York. Von 1969–1971 als Urban Designer im Department of City Planning von New York tätig. Ab 1972 Associate Professor und Co-Direktor des neu gegründeten Studienprogrammes Urban Design-Humanistic Perspectives an der New York University. 1982–1986 freischaffender Künstler in Berlin. 1987–2005 o. Univ.-Prof. an der Universität für angewandte Kunst Wien, Leiter der Meisterklasse für Medienübergreifende Kunst. Lebt und arbeitet in Wien.

www.bernhardleitner.at

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2015 ESPENKUPPEL, Österreichischer Skulpturenpark Graz (P. I.: Permanente Installation); KLANGACHSEN, Kollegienkirche Salzburg (EA.: Einzelausstellung) 2014 30 Jahre Ton-Raum TU Berlin, TU Berlin (EA); TonRaumSkulptur: Objekte, Notation, Graphik, Kunsthandel Wolfgang Werner, Berlin (EA); TON-ARCHITEKTUR, Architekturzentrum Wien (EA); SPACESOUNDBODYSPACE, Buda Tower, Festival van Vlaanderen Kortijk (EA); KOLUMBA Museum, Köln; Art or Sound, Fondazione Prada, Venedig; Artissima, Turin
  • 2013 Pèlerinages, Kunstfest Weimar; Four Houses, Some Buildings and Other Spaces, New York University at 80 WSE Gallery, NY
  • 2012 SuperBodies, 3rd Triennale for Contemporary Art, Fashion and Design, Hasselt; Sound Art. Klang als Medium der Kunst, ZKM Karlsruhe, Zentrum für Kunst und Medientechnologie; A House full of Music. Strategien in Musik und Kunst, Mathildenhöhe, Darmstadt; KOLUMBA Museum, Köln
  • 2011 Continuum_the perception zone, Tallinn Kunsthalle; The Saving of the Wittgenstein House Vienna (1969–1971), Georg Kargl Box, Wien (EA); EARSPACEBODYSOUND, Georg Kargl Fine Arts, Wien (EA)
  • 2010 TONSPUR_expanded/Der Lautsprecher, MQ Wien; THE VIEW, Contemporary Art Space, Berlingen; RAUMREFLEXION, KOLUMBA Museum, Köln; HörSaal, MaerzMusik, Berliner Festspiele, Berlin
  • 2009 Donaueschinger Musiktage; Corps Sonore, EPFL, Lausanne; See this Sound, Lentos Linz; Klangraum Krems, Minoritenkirche, Krems
  • 2008 FEEDBACKSTAGE, Georg Kargl Fine Arts, Wien und Galerie Thomas Schulte, Berlin; Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck (EA); Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin (EA)
  • 2007 MOVING HEADS, Neue Galerie Graz (EA); Sound Dimension, San Sebastian
  • 2006 SynErgon, LINZ AG Center, Linz (P. I.); Sonambiente, Akademie der Künste, Berlin
  • 2005 Das digitale Bauhaus, Pèlerinages, Kunstfest Weimar; Radio France, Atelier de Création Radiophonique; TON-KUPPEL, Singuhr-Hörgalerie, Parochial, Berlin (EA)
  • 2004 Ex.Position, Ferdinandeum, Innsbruck; Zeitversetzt, Pèlerinages, Kunstfest Weimar; Galerie Gelbe Musik, Berlin (EA); MaerzMusik, Berliner Festspiele, Berlin
  • 2003 KLANGSTEIN, Kulturbezirk St. Pölten (P. I.); Donaueschinger Musiktage; SPIEGELGALERIE, Ferdinandeum, Innsbruck (EA)
  • 2002 ZKM Karlsruhe, Zentrum für Kunst und Medientechnologie (EA); Resonanzen II, Stadtgalerie Saarbrücken; Künstlerhaus Wien (EA)
  • 2001 Kunsthalle Bremen (EA)
  • 2000 Resonancias, Museo Municipal de Malaga; STRÖMUNGEN, Otto-Wagner-Spital Wien, Pavillon Felix (P. I.)
  • 1999 TUBA-ARCHITEKTUR, Klangkunstforum Berlin, Potsdamerplatz (EA); Akademie der Künste Berlin (EA); Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Berlin (EA)
  • 1998 Crossings, Kunsthalle Wien
  • 1997 WASSERSPIEGEL, Donaueschinger Musiktage (P. I.); RAUMQUELLEN, Atrium, Friedrichstrasse Berlin (P. I.)
  • 1996 TONHÖHE, Kollegienkirche, Salzburg (EA); Sonambiente, Akademie der Künste, Berlin
  • 1994 BLAUES WÖLBEN, Forschungszentrum Austria Tabak, Wien
  • 1993 GROSSE RAUMWIEGE, Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, Berlin; AGORAPHON, Mediale Hamburg; Galerie Weißer Raum, Hamburg (EA)
  • 1992 TON-FELD 1020, Lassallestraße Wien (P. I.)
  • 1991 TON-RAUM BUCHBERG, Buchberg (P. I.); Sinneswerkzeug, Steirischer Herbst, Graz
  • 1990 Ruine der Künste, Berlin (EA); Galerie AEDES, Berlin (EA); TON-TOR, Technische Universität Wien
  • 1987 LE CYLINDRE SONORE, Parc de la Villette, Paris (P. I.); Frankfurter Kunstverein (EA)
  • 1986 Biennale di Venezia
  • 1985 KREUZ-KLANG-KÖRPER, Hamburger Kunsthalle (EA); Vom Klang der Bilder, Staatsgalerie Stuttgart
  • 1984 Walter Philips Gallery, The Banff Centre, Alberta; TON-RAUM TU BERLIN, Technische Universität Berlin (P. I.)
  • 1983 ELECTRA, Musée d‘art moderne de la Ville de Paris
  • 1982 Kunstraum München (EA); ars electronica, Linz; documenta 7, Kassel
  • 1981 Museum moderner Kunst Wien (EA); Soundings, Neuburger Museum, Purchase, New York
  • 1980 Für Augen und Ohren, Akademie der Künste, Berlin; Ecouter par les Yeux, ARC, Musée de la Ville de Paris; Pro Musica Nova, Kunsthalle Bremen (EA)
  • 1979 Sound at P.S.1, New York; Museum Haus Lange, Krefeld (EA)
  • 1978 Galerie Zwirner, Köln (EA)

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2015 Österreichischer Kunstpreis – Video- und Medienkunst, Bundeskanzleramt
  • 2007 Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis, Berlin
  • 2002 Ehrenpreis des Deutschen Klangkunst-Preises; Würdigungspreis für Medienkunst, Land Niederösterreich
  • 1999 Preis der Stadt Wien für bildende Kunst