outstanding artist award 2016

Die outstanding artist awards werden jährlich vom Bundeskanzleramt für herausragende Leistungen vorwiegend an Künstlerinnen und Künstler der jüngeren und mittleren Generation vergeben. Die Preise sind mit 10 000 Euro dotiert.

  1. outstanding artist award – Bildende Kunst: Simon Wachsmuth
  2. outstanding artist award – Darstellende Kunst: Nikolaus Habjan
  3. outstanding artist award – Experimentelles Design für das Projekt "The Golden Age of Nothing": Kollektiv TAB (Philippe Jans, Falk Lennart Kremzow, Therese Leick, Charles Rauchs, Wilhelm Scherübl)
  4. outstanding artist award – Spielfilm: Händl Klaus
  5. outstanding artist award – Experimentalfilm: Susanne Jirkuff
  6. outstanding artist award – Innovative Kulturarbeit: Kunsthalle K2 (Stella Plapp, Klaus Pichler)
  7. outstanding artist award – Interdisziplinarität für das Projekt "Graus der Geschichte": Rosa Danner, Nils Olger, Paula Pfoser, Gudrun Rath, Renée Winter
  8. outstanding artist award – Karikatur und Comics: Franz Suess
  9. outstanding artist award – Kinder- und Jugendliteratur: Elisabeth Steinkellner
  10. outstanding artist award – Künstlerische Fotografie: Nina Rike Springer
  11. outstanding artist award – Literatur: Angelika Reitzer
  12. outstanding artist award – Experimentelles Modedesign: Flora Miranda
  13. outstanding artist Award – Musik: Utku Asuroglu
  14. outstanding artist Award – Video- und Medienkunst: Claudia Larcher

outstanding artist award – Bildende Kunst: Simon Wachsmuth

Simon Wachsmuth © Privat

Simon Wachsmuth (© Privat)

Geboren 1964 in Hamburg, lebt und arbeitet in Berlin. Studium der Malerei und Visuellen Mediengestaltung an der Universität für angewandte Kunst Wien. Gastprofessuren an der Universität für angewandte Kunst Wien, an der Akademie der visuellen Künste Prag, derzeit Lehrauftrag an der Bauhaus Universität Weimar.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2016 body luggage, migration of gestures, Steirischer Herbst, Kunsthaus Graz; Suzhou Documents, Suzhou, China; Steinle Revisited, Neues Museum Nürnberg
  • 2015 Dokumente. Monumente, 21er Haus, Österreichische Galerie Belvedere, Wien; Trading Places, L40 Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Kunsthalle Memmingen; Agora & Gabe, MIET, Thessaloniki
  • 2014 Analogon, Musée de Valence & art3, Valence
  • 2013 Signatures, Galerie Cora Hölzel & EY-5, Düsseldorf; Archäologie?! Spurensuche in der Gegenwart, Salzburg Museum; Andere Ordnungen, Haus für die Kunst, Stiftung Wortelkamp, Haselbach; Cumuli – Vom Sammeln der Dinge, L40 Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin; On ne connaît les chiffres que d’un côté du plan, art3, Valence; Einszehn, Zweizehn, Dreizehn, Kunstverein Friedrichshafen und Zeppelin Museum, Friedrichshafen
  • 2012 Lieber Aby Warburg, was tun mit Bildern?, Museum für Gegenwartskunst, Siegen; Garden of Learning, Busan-Biennale, Südkorea; Economy: Picasso, Museu Picasso de Barcelona
  • 2010 Atlas, or How to Carry the World on One´s Back, Museo Reina Sofia, Madrid, ZKM, Karlsruhe, Sammlung Falckenberg, Hamburg (kuratiert von Georges Didi-Huberman); To the Arts, Citizens!, Museu Serralves, Porto; Seven little Mistakes, Museo Marino Marini, Florenz; Squatting, Temporäre Kunsthalle, Berlin; Tanzimat, Augarten Contemporary, Wien
  • 2009 What Keeps Mankind Alive, 11. Istanbul-Biennale, Istanbul; Die Ruhe ist ein spezieller Fall der Bewegung, Kunstmuseum Vaduz; Reduction & Suspense, Magazin 4, Bregenz
  • 2008 Mnemosyne, Steinle Contemporary, München; Eight Minutes, Galerie Hohenlohe, Wien; Demonstration IV, Galerie Cora Hölzl, Düsseldorf
  • 2007 a way of considering two things together, The Physics Room, Christchurch, Neuseeland; DOCUMENTA 12, Fridericianum, Kassel
  • 2006 Liminal Spaces, GFZK, Leipzig; Soleil Noir, Salzburger Kunstverein, Salzburg; the things that I once saw I now can see no more, Kunstraum Dornbirn, Dornbirn
  • 2005 Demonstration, Galerie Stadtpark, Krems; Kritische Gesellschaften (Critical Societies), Badischer Kunstverein, Karlsruhe; The Government: Be what you want but stay where you are, Witte de With, Rotterdam
  • 2004 The Government: How do we want to be governed, Miami Art Central, Miami; Handlungen, die Handlungen setzen, Kunstraum der Universität Lüneburg; Of Copying, Galerie Hohenlohe & Kalb, Wien
  • 2003 earlgrey, Galerie Cora Hölzl, Düsseldorf; Interieur/Exterieur, Remise, Bludenz
  • 2002 Organisational Forms, Galeria SKUC, Ljubljana, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
  • 2001 Galerie Hohenlohe & Kalb, Wien; The Subject and Power, Haus der Künstler, Moskau

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Bildende Kunst, Bundeskanzleramt; Marta-Preis der Wemhöner Stiftung, Museum Marta, Herford
  • 2013 Msgr.-Otto-Mauer-Preis, Wien
  • 1989 Prix Ars Electronica, Auszeichnung für Computeranimation, Linz

Nach Ansicht der Jury nimmt der Künstler eine herausragende Stellung in der aktuellen österreichischen Kunstszene ein. Orte, Ereignisse und Objekte, die eine kollektive Erinnerung an sich binden, sind ein immer wiederkehrendes Thema der Arbeiten von Simon Wachsmuth. Er beschäftigt sich intensiv mit kulturellen (Re-) Konstruktionen von Geschichte und befragt das Verhältnis von materiellen Spuren, musealen Repräsentationen und Formen ihrer Indienstnahme in der Gegenwart. Sein Werk ist durch ein Interesse an Materialisierungsformen von Erinnerung gekennzeichnet und weist unkonventionelle und kritische Blickwinkel auf – ein gelungenes Verhältnis von inhaltlicher Präsenz und formaler Umsetzung ist deutlich sichtbar. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Iris Andraschek, Nikolaus Gansterer, Maja Vukoje

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outstanding artist award – Darstellende Kunst: Nikolaus Habjan

Nikolaus Habjan © Lupi Spuma, Schauspielhaus Graz

Nikolaus Habjan (© Lupi Spuma, Schauspielhaus Graz)

Geboren 1987 in Graz, lebt und arbeitet in Wien und Graz. Studium der Musiktheaterregie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2010 Abschluss mit der Inszenierung von Gian Carlo Menottis The Medium mit Auszeichnung. Mit 15 Jahren erste Erfahrungen mit dem Puppentheater, Perfektionierung der Puppenspieltechnik durch Unterricht bei Neville Tranter. Ab 2008 wirkte er als Regieassistent und Abendspielleiter am Schubert Theater Wien, wo er auch seine erste Puppentheater-Produktion Schlag sie tot realisierte, von 2009 bis 2016 war er dort Co-Direktor. Zahlreiche Gastspiele als Puppenspieler im In- und Ausland, Auftritte mit der Musicbanda Franui, dem Collegium Musicum Wien und als Kunstpfeifer gemeinsam mit dem Pianisten Daniel Nguyen mit dem Programm Ich pfeife auf die Oper.

nikolaushabjan.com

Puppentheaterproduktionen (Auswahl)
(Puppendesign, -bau und -spiel)

  • 2016 Kottan, Rabenhof-Theater Wien
  • 2014 6 Österreicher unter den ersten 5, Rabenhof-Theater Wien
  • 2013 Don Quijote, Schubert Theater Wien
  • 2012 Fly Ganymed von Paulus Hochgatterer (Inszenierung: Jacqueline Kornmüller), Titelfigur, Schubert Theater Wien; Fool of Love, Shakespeare-Sonette mit Musik von Karsten Riedel und Franui, Burgtheater Wien; F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig, Schubert Theater Wien, regelmäßige Gastspiele am Akademietheater Wien und Schauspielhaus Graz
  • 2011 Becoming Peter Pan – An Epilogue to Michael Jackson, Schubert Theater Wien
  • 2010/11 Ganymed boarding nach einem Text von Paulus Hochgatterer (Inszenierung: Jacqueline Kornmüller), Kunsthistorisches Museum Wien
  • 2010 Der Herr Karl, Schubert Theater Wien, regelmäßige Gastspiele am Burgtheater
  • 2008 Schlag sie tot, Schubert Theater Wien

Inszenierungen (Auswahl)

  • 2017 Nathan, Drama von Gotthold Ephraim Lessing mit Puppen und SchauspielerInnen, Volkstheater Wien; Oberon, König der Elfen, Oper von Carl Maria von Weber mit Puppen, SängerInnen und SchauspielerInnen, Bayerische Staatsoper München
  • 2016 Faust von Johann Wolfgang von Goethe mit Puppen und SchauspielerInnen, Next Liberty Graz
  • 2015 Das Wechselbälgchen von Christine Lavant in der Bühnenfassung von Maja Haderlap mit Puppen und SchauspielerInnen, Volkstheater Wien
  • 2014 Das Missverständnis von Albert Camus mit Puppen und SchauspielerInnen, Schauspielhaus Graz (übernommen an das Volkstheater Wien)
  • 2013 Was geschah mit Baby Jane nach dem Roman von Henry Farell als Figurentheater mit Manuela Linshalm, Schubert Theater Wien
  • 2012 Der Zerrissene von Johann N. Nestroy, Schubert Theater Wien
  • 2011 Elling von Axel Hellenius, Schubert Theater Wien

Puppenbau und -coaching (Auswahl)

  • 2016 Staatsoperette, Bregenzer Festspiele
  • 2012 Macbeth, Perchtoldsdorf
  • 2009 Das Gespräch der Hunde, Opernfestival Sirene Wien; King of the Birds/Queen of the Blood, Kabinetttheater Wien

Preise und Stipendien (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Darstellende Kunst, Bundeskanzleramt; Nestroy-Preis in der Kategorie Publikumspreis
  • 2015 Nominierung für den Nestroy-Preis in der Kategorie Beste Bundesländer-Aufführung für die Inszenierung von Das Missverständnis von Albert Camus am Grazer Schauspielhaus
  • 2014 Aargauer Förderpreis für junges Figurentheater für Grünschnabel
  • 2012 Nestroy-Preis in der Kategorie Beste Off-Produktion für F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig
  • 2011 Preis der Stiftung der Grazer Theatergemeinschaft
  • 2010 Best Off Styria Publikumspreis für Der Herr Karl; Startstipendium für Musik und darstellende Kunst, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
  • 2009 Richard-Wagner-Stipendium Bayreuth, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; Leistungsstipendium, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Nikolaus Habjans Konzept Das Missverständnis von Albert Camus, dieses existenzialistische Drama, in dem Mutter und Tochter aus purer Habgier unwissentlich den eigenen Sohn und Bruder ermorden, als Spiel von Figuren und Menschen zu inszenieren, ist brillant aufgegangen. Intelligent, einfühlsam und dramaturgisch durchdacht nehmen die Schauspieler ihre Klappmaulpuppen zur Hand und sprechen im Verlauf der Inszenierung bis auf wenige Momente des inneren Monologs nur mehr durch die Puppen. Und was sich da vor den Augen des Zuschauers, der sich diesem Sog nur schwer entziehen kann, abspielt, ist hoch psychologisches Theater und Psychothriller gleichzeitig. In den Gesichtern der Puppen spiegeln sich die Abgründe und Spuren der unausgelebten Emotionen sowie der enttäuschten Wünsche und Sehnsüchte wider, durch die behutsame und ganz auf die Sprache konzentrierte Spielweise der drei Darsteller wird die Klarheit, Härte und Ausweglosigkeit dieser Extremsituation umso deutlicher. Nikolaus Habjan gelingt es jedoch gleichzeitig auch, seine Puppen zu bemitleidenswerten Kreaturen zu machen, die sich gekonnt hinter ihrer Fassade aus Gefühllosigkeit und Unerbittlichkeit verbergen – ein beispielgebender und tiefgründiger Theaterabend (Jurybegründung, Auszug)

Beirat: Christine Bauer, Peter Faßhuber, Verena Franke, Elio Gervasi, Peter Huber, Petra Paterno, Martin Thomas Pesl, Klaus Rohrmoser, Katharina Schuster

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outstanding artist award – Experimentelles Design für das Projekt "The Golden Age of Nothing": Kollektiv TAB (Philippe Jans, Falk Lennart Kremzow, Therese Leick, Charles Rauchs, Wilhelm Scherübl)

Philippe Jans

Philippe Jans © Privat

Philippe Jans (© Privat)

Geboren 1988 in Luxemburg, lebt und arbeitet in Wien. Architekturstudium an der Technischen Universität Wien. Seit 2013 Teilnahme an internationalen Wettbewerben unter anderem in Kollaboration mit dem Kollektiv TAB; im Kollektiv Janusch arbeitet er an 3D-Projekten und Visualisierungen im Bereich Architektur und Werbung.

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2016 onsite hohenems: bock auf kunst, Hohenems

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Experimentelles Design, Bundeskanzleramt; Anerkennungspreis, Internationaler Wettbewerb - New York City Aquarium, ArchOutLoud
  • 2015 2. Preis, Concrete Student Trophy 2015
  • 2013 Anerkennungspreis, Internationaler Wettbewerb – Camelot Visitor and Research Center, Archmedium

Falk Lennart Kremzow

Falk Lennart Kremzow © Privat

Falk Lennart Kremzow (© Privat)

Geboren 1989 in Herne/Deutschland, lebt und arbeitet seit 2012 in Wien. 2009 bis 2012 Architekturstudium an der Universität Wuppertal und ab 2012 an der Technischen Universität Wien. Seit 2016 Mitarbeit bei Feld72 – Architektur und urbane Strategien sowie bei Planning Unplanned unter der Leitung von Barbara Holub.

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2016 onsite hohenems: bock auf kunst, Hohenems
  • 2015/16 Kulturhauptstadt 2024 Österreich – Wanderausstellung, Literatur- sowie Filmbeitrag, Graz, Bregenz, Innsbruck, AZW Wien, Klagenfurt, Salzburg, Bad Ischl
  • 2015 Keep on Walking – Wege durch die Stadt, 30 x 30 Meter große Stadtkarte, Rathausplatz, Wien
  • 2014 The Art of ReCreation/gezielte Formlosigkeit, Skulptur aus Aluminiumröhren, 21er Haus, Wien

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Experimentelles Design, Bundeskanzleramt

Therese Leick

Therese Leick © Privat

Therese Leick (© Privat)

Geboren 1989 in Baden, lebt und arbeitet in Wien. Architekturstudium an der Technischen Universität Wien und der HafenCity Universität Hamburg. Seit 2015 Arbeit an theoretischen Projekten und Teilnahme an internationalen Wettbewerben als Mitglied des Kollektivs TAB.

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2016 onsite hohenems: bock auf kunst, Hohenems

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Experimentelles Design, Bundeskanzleramt; Anerkennungspreis, Internationaler Wettbewerb – New York City Aquarium, ArchOutLoud; 1. Preis, Internationaler Ideenwettbewerb Metamorphosis, ideasforward
  • 2015 1. Preis, Internationaler Ideenwettbewerb Metropolis, ideasforward
  • 2014 DETAIL Stipendium, Institut für internationale Architektur-Dokumentation
  • 2012 Pfann-Ohmann-Preis, Technische Universität Wien

Charles Rauchs

Charles Rauchs © Privat

Charles Rauchs (© Privat)

Geboren 1991 in Luxemburg, lebt und arbeitet in Wien. Architekturstudium an der Technischen Universität Wien. Seit 2014 als Szenograph für das Projet Nomade tätig; seit 2015 Arbeit an theoretischen Projekten und Teilnahme an internationalen Wettbewerben in Kollaboration mit dem Kollektiv TAB.

Theaterprojekte (Auswahl)

  • 2015 Many Spoken Words, MUDAM Luxembourg
  • 2014 Theaterfest – Schaarf ob Theater, Abbay de Neumünster, Luxemburg; Projet Nomade (UA), Villa Mousset, Luxemburg

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2016 onsite hohenems: bock auf kunst, Hohenems

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Experimentelles Design, Bundeskanzleramt; Anerkennungspreis, Internationaler Wettbewerb – New York City Aquarium, ArchOutLoud

Wilhelm Scherübl

Wilhelm Scherübl © Daniel Gebhart de Koekkoek

Wilhelm Scherübl (© Daniel Gebhart de Koekkoek)

Geboren 1989 in Radstadt, lebt und arbeitet in Wien. Architekturstudium an der Technischen Universität Wien und der Aalto University in Helsinki. Seit 2014 Teilnahme an internationalen Wettbewerben unter anderem in Kollaboration mit dem Kollektiv TAB; im Kollektiv Janusch arbeitet er an 3DProjekten und Visualisierungen im Bereich der Architektur und Werbung.

scheruebl.at

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2016 onsite hohenems: bock auf kunst, Hohenems
  • 2015 Archdiploma 2015 – Diskursive Räume,TVFA Halle, Wien
  • 2013 Townhouse Helsinki, Laituri, Helsinki
  • 2012 360plus5, Künstlerhaus Wien
  • 2010 Modulierte Vielheit, Technische Universität Wien

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Experimentelles Design, Bundeskanzleramt; Architektur-Stipendium des Landes Salzburg; Anerkennungspreis, Internationaler Wettbewerb – New York City Aquarium, ArchOutLoud; 1. Preis, Internationaler Ideenwettbewerb Metamorphosis, ideasforward
  • 2015 1. Preis, Internationaler Ideenwettbewerb Metropolis, ideasforward; Startstipendium Architektur und Design, Bundeskanzleramt

Das goldene Zeitalter des Nichts ist der deutsche Titel der Arbeit, die uns als Jury am meisten überzeugt hat. Es ist ein unauffälliges Projekt, das inhaltlich genau das thematisiert, was gegenwärtig wichtiger ist denn je: die Bedeutung von Europa. Die verantwortliche Architektengruppe setzt bei ihrem Buch auf Inhalt – weniger auf visuelle Gestaltung –, dennoch evozieren die Autorinnen und Autoren mit einer präzisen Bildregie Ansätze (noch) nicht vorhandener Bilder und optischer Assoziationen zu Europa. Fiktive Geschichten aus verschiedenen Ländern erzählen von einem zersplitterten Europa. Es geht um spekulative Auseinandersetzungen des europäischen Gedankens. Mit Ironie trägt der Titel das goldene Zeitalter und das Nichts in einem Satz. Vielleicht eine Anspielung auf ein Europa, das Gefahr läuft, bald nicht mehr grenzenlos zu sein? Mit dem Projekt ist ein Austausch über die Landesgrenzen hinaus entstanden. Das Netzwerk aus 34 Personen hat gemeinsam daran mitgewirkt, um zu verdeutlichen, welche gesellschaftliche Basis Europa errichtet hat: die Gemeinsamkeit. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Amelie Klein, Matylda Krzkowski, Elsa Prochazka, Eberhard Schrempf, Thomas Traxler

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outstanding artist award – Spielfilm: Händl Klaus

Händl Klaus © Reiner Riedler

Händl Klaus (© Reiner Riedler)

Geboren 1969 in Rum/Tirol, lebt und arbeitet in Wien und Port am Bielersee. 1988 bis 1991 Schauspielausbildung in Wien, 1991 bis 1992 Ensemblemitglied am Schauspielhaus Wien, bis 2004 Mitwirkung in Filmen. Seit 1994 Autor von Prosa, Theaterstücken und Opernlibretti sowie als Filmemacher tätig.

Filme

  • 2016 Kater, Spielfilm
  • 2008 März, Spielfilm
  • 1998 Kleine Vogelkunde, Animationsfilm
  • 1996 Das Waldviertel, Kurzfilm

Literarische Werke (Auswahl)

  • 2016 Koma, Opernlibretto für Georg Friedrich Haas, UA Schwetzinger Festspiele
  • 2013 Gabe/Gift, Theaterstück, UA Schauspiel Köln; Thomas, Opernlibretto für Georg Friedrich Haas, UA Schwetzinger Festspiele
  • 2012 Meine Bienen. Eine Schneise, Musikstück für Franui, UA Salzburger Festspiele
  • 2011 Bluthaus, Opernlibretto für Georg Friedrich Haas, UA Schwetzinger Festspiele
  • 2010 Buch Asche, Opernlibretto für Klaus Lang, UA Oper Bonn; Wüstenbuch, Opernlibretto für Beat Furrer, UA Theater Basel/Wiener Festwochen
  • 2009 Die Glocken von Innsbruck läuten den Sonntag ein, Musikstück mit Ruedi Häusermann, UA Burgtheater Wien
  • 2008 Furcht und Zittern, Singspiel, UA Ruhrtriennale/Münchner Kammerspiele
  • 2006 Dunkel lockende Welt, Theaterstück, UA Münchner Kammerspiele
  • 2003 WILDE (Mann mit traurigen Augen), Theaterstück, UA Steirischer Herbst/Schauspiel Hannover
  • 2001 Ich ersehne die Alpen; So entstehen die Seen, Theaterstück, UA Steirischer Herbst
  • 1994 (Legenden), Prosa, Droschl Verlag

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 [en]outstanding artist award[en] – Spielfilm, Bundeskanzleramt; Teddy Award der Berlinale
  • 2013 Gert-Jonke-Preis
  • 2008 Silberner Leopard des Filmfestivals Locarno; Berner Filmpreis
  • 2007 Großer Literaturpreis des Landes Tirol
  • 1995 Robert-Walser-Preis; Rauriser Literaturpreis

Der aus Tirol kommende Händl Klaus hat über das Schreiben für Theater und Oper und über das Schauspiel seinen Weg zum Film gefunden. Als Regisseur ist er für seinen Langfilm März (2008) international ausgezeichnet worden. Sein neuer Film Kater (2016) hatte auf der Berlinale 2016 Premiere und erhielt den Teddy Award. In beiden Filmen wird die besondere und sensible Handschrift, die der Regisseur seit Beginn seiner filmischen Arbeit entwickelt hat, sichtbar. Händl Klaus’ Geschichten spielen an Orten, die der Regisseur gut kennt, man spürt: er weiß um die Sprache und die Arten der Kommunikation, um ihre Feinheiten. In März sprechen die Protagonisten und Protagonistinnen Tiroler Dialekt. Mit dieser guten Kenntnis eines begrenzten Raumes wird aber nicht Lokalkolorit erzeugt, sondern es werden die großen Fragen von Liebe, Tod und wie man mit vielen Widersprüchen leben kann, bewegt. Die Suche nach Antworten mündet nicht in Pathos, sondern in der Pragmatik des Alltags. Stilisierung und Realismus gehen dabei Hand in Hand, sie erzeugen eine Vibration zwischen Bildern und Tönen, die sich um Auslassungen, Leerstellen und unbeantwortete Fragen spannen. So bleiben Händl Klaus’ durchkomponierte und rhythmisierte Filme immer auch ein leichtes und fragiles Konstrukt. Erarbeitet werden die Filme gemeinsam mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern, mit Laiinnen und Laien. Vieles wird erst am Set entwickelt, Regisseur und Team begeben sich gemeinsam in einen Prozess, auf eine Suche. Dieses Herangehen ist in den Filmen noch spürbar: Große Offenheit und sicheres Gefühl für Form, Farbe, Rhythmus und Spiel existieren gleichzeitig. Händl Klaus verwendet die ihm zur Verfügung stehenden Bilder und Töne sorgfältig. Es ist, als würde er das erschaffene Material erst von oben, von unten und den Seiten betrachten, bevor es seinen Platz im Film findet. Dies ist aber eine wesentliche Bedingung dafür, aus den einzelnen Teilen ein vielschichtiges, sinnvolles und subtiles Ganzes zu schaffen, das zwar eine geschlossene Form hat, durch das aber immer noch der Wind wehen kann. Die Jury ist der Meinung, dass Händl Klaus’ Filme originär und eigenwillig sind. Sie widmen sich wesentlichen philosophischen Fragen und finden dafür eine feine, differenzierte und subtile Form. Im österreichischen Gegenwartskino nehmen sie einen speziellen und wichtigen Platz ein. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Karin Berger, Josef Dabernig, Lucia Schrenk

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outstanding artist award – Experimentalfilm: Susanne Jirkuff

Susanne Jirkuff © Susanne Jirkuff

Susanne Jirkuff (© Susanne Jirkuff)

Geboren 1966 in Linz, lebt und arbeitet in Wien. 1987 bis 1994 Studien an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, Meisterklasse Professor Helmuth Gsöllpointner, 1992/93 Auslandssemester (Erasmus-Programm) an der University of East London (Professor Pascal Schönig); seit 2013 Mitglied im Vorstand der Wiener Secession.

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2013 Wild Wood, Secession, Wien
  • 2012 Rainy Days, Medienturm, Graz
  • 2009 Magic Moments, Boltensternraum, Galerie Meyer-Kainer, Wien

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2015 What Some Girls Do For Money, Kunstpavillon Tiroler Künstlerschaft, Innsbruck
  • 2014 Die Tätigkeit des Zeichnens | The Practice of Drawing, Galerie 5020, Salzburg
  • 2013 Preise und Talente, OÖ Kulturquartier, Linz
  • 2012 QUARTIER – STADT – ERFAHRUNG, Stadtgalerie Salzburg, Salzburg
  • 2011 Living, Louisiana Museum of Modern Art, Humbleboeck, Dänemark
  • 2010 Triennale Linz 1.0, OK Centrum für Gegenwartskunst, Linz; MEDIANATION, Fotofest Biennial, Houston, Texas
  • 2009 Videorama, Kunsthalle Wien; The Best of Loop: Remote Viewing, The Pacific Design Center, Los Angeles
  • 2008 Momentary Momentum, Kettle’s Yard, Cambridge, Großbritannien

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Bildende Kunst, Bundeskanzleramt
  • 2015 Gerlinde-Heidecker-Preis der Stadt Linz
  • 2012 Margret-Bilger-Stipendium, Land Oberösterreich
  • 2008 Staatsstipendium für bildende Kunst, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
  • 2007 Hilde-Goldschmidt-Preis
  • 2000 Schindler-Stipendium, MAK – Museum für angewandte Kunst Wien

Susanne Jirkuffs Animationsfilme entführen nur vordergründig in eine Welt der kindlichen Phantasie, der Jugendkultur und ihrer mediatisierten Entsprechung. Wenn die in Strichzeichnung animierten Condoleezza Rice, Colin Powell und George W. Bush im Oval Office zu Timbaland & Magoo rappen, wenn das aquarellierte Profil eines smarten Typs am Lenkrad vor dem Hintergrund vorbeifliegender kalifornischer Backdrops seine Story emotionslos mit dem Aids-Tod seines Mannes abschließt, dann legen Jirkuffs präzise Miniaturen politische Anachronismen und existenziellen Tiefgang bloß. Susanne Jirkuff schafft Filmminiaturen, die – eingebettet in Popästhetik und Populärmusik – sehr oft den spezifisch amerikanischen Traum von Freiheit vor dem Hintergrund von Gender und Migration zum Inhalt haben. Werk- und Projekttitel wie Cry (2000), Feel it, Things Done Changed (beide 2004), Hold Us Down, Eugenio, How We Do (alle 2005), Friday, I'm in Love und Fifty & Gromit (beide 2007), Travel Stained (2008), People Who Like Bonnie Tyler (2009), The Elusive Life of Mr. A (2010), The Bitch (2011), The Reality Check (2012), Boys in the Wood (2013) sowie Ginny und Gracie (beide 2015) stehen für ein kryptisches Vokabular im Dienste präziser Identitätsmuster. Susanne Jirkuffs Träume und Projektionen haben ihren Fluchtpunkt in einer Sehnsucht, die mitunter zum Stillstand gerinnt, zu einem Zustand der produktiven Schockstarre in den Fluten des medialen Overkills. Die kanadische Filmkuratorin Andréa Picard beschreibt Jirkuffs "wild update of Minimalism as an invigoratingly eccentric rejoinder to today's mass proliferation of images and the velocity in which these are disseminated and shared". Nicole Scheyerer hat es andersherum vor Jahren in einer Rezension so formuliert: "Für eine Videoinstallation ihrer Ausstellung ‚Caught in Loops‘ greift Jirkuff die altbekannten Gesten auf, ohne die kein Fernsehkrimi auskommt: Pistole ziehen, Türschloss knacken und so weiter. Mit einfachen schwarzen Strichen auf Weiß geht es hier weniger um Erzählung, als um eine Reflexion des allzu Vertrauten. Liegt in der ewigen Wiederkehr der Kommissare nicht etwas Tröstliches?" Die Jury freut sich, Susanne Jirkuffs Arbeit, die bei zahlreichen Filmfestivals wie Tricky Women in Wien, European Media Art Festival Osnabrück oder IFFR Rotterdam präsentiert wurde und der auch in bedeutenden internationalen Ausstellungen wie Populism (Vilnius, Amsterdam, Frankfurt) oder Momentary Momentum: Animated Drawings (Cambridge) Raum eingeräumt wurde, mit einem outstanding artist award 2016 auszuzeichnen. Für die Jury gibt Jirkuffs Arbeit Anlass zur Hoffnung, dass hierzulande ein außergewöhnliches Werk, getragen von Empathie und Originalität und fernab der lokalen Traditionen, erfolgreich weiterentwickelt wird. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Karin Berger, Josef Dabernig, Lucia Schrenk

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outstanding artist award – Innovative Kulturarbeit: Kunsthalle K2 (Stella Plapp, Klaus Pichler)

Stella Plapp

Stella Plapp © Otmar Lichtenwärther

Stella Plapp (© Otmar Lichtenwärther)

Geboren 1986 in Mühlacker/Deutschland, lebt und arbeitet seit 2008 in Graz. 2004 bis 2007 Ausbildung zur Examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerin in Leonberg/ Deutschland, 2009 bis 2010 Universitätslehrgang "Sonderausbildung in der Pflege im Operationsbereich", Medizinische Universität Graz, 2011 bis 2015 Studium der Kunstgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz; Volontariate im Künstlerhaus – Halle für Kunst und Medien, Graz sowie in der Galerie Eugen Lendl, Graz. Seit 2015 Chefkuratorin der Kunsthalle K2, Semriach.

Kuratierte Ausstellungen (Auswahl)

  • 2016 No Place To Hide, Eva Schlegel, Kunsthalle K2, Semriach; the answer my friend, Thomas Baumann, Kunsthalle K2, Semriach
  • 2015 Künstler Überraschung, Daniel Spoerri, Heimo Zobernig, Jonathan Meese, Kunsthalle K2, Semriach; чан/Staub, Klaus Pichler, Kunsthalle K2, Semriach

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Innovative Kulturarbeit, Bundeskanzleramt

Klaus Pichler

K2 Klaus Pichler © Maren Jeleff

K2 Klaus Pichler (© Maren Jeleff)

Geboren 1977 in Wien, aufgewachsen in Judenburg/Steiermark, lebt und arbeitet in Wien. 1996 bis 2005 Studium der Landschaftsarchitektur an der Universität für Bodenkultur Wien. Seit 2005 als freier Fotograf tätig.

kpic.at

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2015 Dust, Kunsthalle K2, Semriach, Austria; Just the two of us, Anzenberger Gallery, Wien
  • 2014 Just the two of us, Galerie ROCKELMANN&, Berlin; One Third, UN FAO Asia Headquarter, Hong Kong
  • 2013 One Third, ADEME gallery, Limoges, Frankreich
  • 2012 Skeletons in the Closet, Naturhistorisches Museum Wien

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2015 Early Birds, Kunsthalle Wien
  • 2014 Skeletons in the closet, Sensorium Festival, Goa, Indien; One Third, DrapArt Gallery, Barcelona
  • 2013 Fürs Leben gezeichnet, Gefängnistätowierungen, Gewerbemuseum Winterthur
  • 2012 ANEW, United Photo Industries Gallery, New York; Travel, Hotel Villa Kastania, Berlin

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Innovative Kulturarbeit, Bundeskanzleramt
  • 2014 3. Preis, Bratislava International Portfolio Review, Bratislava
  • 2013 LEAD AWARD, Anerkennungspreis, Hamburg
  • 2012 2. Preis, International Portfolio Review, Wien; 3. Preis, Photo Annual Awards, Teplice/Prag

Publikationen (Auswahl)

  • 2016 Golden Days Before They End (mit Clemens Marschall), Edition Patrick Frey, Zürich
  • 2015 Dust, Anzenberger Edition, Wien
  • 2014 Just the two of us, Eigenverlag
  • 2013 One Third, Anzenberger Edition, Wien

Zeitgenössische Kunst am Land hat es nie einfach in der Rezeption. Sind selbst im städtischen Bereich oft gewisse Barrieren und Vorbehalte zu überwinden, so sind diese in den Regionen noch einmal anders gelagert und es bedarf besonderer Fähigkeiten, Interesse und Leidenschaft für die Kunst zu generieren. Die Kunsthalle K2 greift auf einen einfachen Trick zurück, ohne uns dabei anzuschwindeln. Die Bananenschachtel ist ja bereits im kollektiven Formgefühl und Gedächtnis eingeschrieben und wir begegnen ihr fast täglich. Sei es im nächsten Supermarkt oder geht es wieder einmal darum, Dinge zu verstauen oder umgekehrt, längst vergessenes Sammelsurium aus unseren Stauräumen hervorzukramen, gibt sie sich als idealer Lebensbegleiter. Diese Kartons sind uns auch sehr behilflich, wenn wir unseren Wohnort wechseln – und sollten wir das besondere Glück haben, nach Semriach zu ziehen, so begegnet uns dieses Objekt permanent am Hauptplatz in transformierter Art und Weise. Christian Eisenberger hat bereits im Jahre 2002 an dieser Schachtel gebastelt und sie mit vier Sehschlitzen versehen. Die Kunsthalle K2 in Semriach ist seither nicht mehr aus dem Ortsbild wegzudenken. Sie ist ob ihrer Dimensionen sicherlich eine der Kleinsten, wenn nicht überhaupt die Kleinste weltweit, doch die Miniaturform eines internationalen Ausstellungsbetriebs in die Region zu setzen, ist zweifellos ein großer Wurf. Denkt vielleicht manch einer bei Bananenschachteln auch an Handel, Migration oder Bananenrepublik, so steht die Kunsthalle K2 für den interkulturellen Austausch und für den Dialog mit der Umgebung. Werden die künstlerischen Beiträge im internationalen und nationalen Raum bestellt, so gibt es bei den Vernissagen und Veranstaltungen konsequenterweise nur vor Ort produzierte Lebensmittel. Die Ereignisse des Jahres 2015 stellten aus den bekannten Gründen eine gesellschaftliche Besonderheit in Österreich und Europa dar. Im Rahmen der Semriacher Kulturtage und mit der Unterstützung des örtlichen Bürgermeisters initiierte die Kuratorin der Kunsthalle K2, Stella Plapp, daher einen interkulturellen Dialog im Dorf mit den Asylheimen an den Rändern der Ortschaft. Der Fotograf Klaus Pichler wurde eingeladen, seine Werkreihe Dust für die spezielle Situation in Semriach neu zu denken. In Kooperation mit der Caritas wurden die AsylwerberInnen persönlich besucht und um Staubspenden aus deren Haushalten gebeten. Dabei handelt es sich um Staubknäuel aus Staubsaugerbeuteln. Diese wurden im Studio neu arrangiert und neutral abfotografiert. Zusammen mit einer Staubskulptur bildeten die Fotografien die Ausstellung Staub, die im vergangenen Herbst und Winter besichtigt werden konnte. Die Kunsthalle ist am Boden installiert und um die Schau zu sehen, ist ein Indie- Knie-gehen unvermeidlich. Der Staub der Asylheime wandert so in die Mitte der Gesellschaft einer Dorfgemeinschaft. "Der Gedanke, dass ein Staubknäuel nur dann wachsen kann, wenn es die Flusen am Rande integriert, gewinnt in diesem Kontext an poetischer Bedeutung", so die Kuratorin Stella Plapp. Ging einst die mythische Frau Bercht kehrend durch die Häuser, um zu kontrollieren, ob auch alles sauber und gekehrt ist, zeigt man hier der Bevölkerung bereitwillig den Schmutz als eine ästhetische Form und lädt die Menschen der Region ein, über die vermeintlichen Unterschiede zwischen dem Staub in Asylheimen und dem in den Wohnbereichen der einheimischen Bevölkerung nachzudenken. Verstaubte Gedankengänge werden so erfolgreich eingesaugt. Staub heißt auch Leben und Bewegung und eine Form von Geborgenheit, die diesen produziert. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Thomas Hörl, Wolfgang Pollanz, Florentine Prantl

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outstanding artist award – Interdisziplinarität für das Projekt "Graus der Geschichte": Rosa Danner, Nils Olger, Paula Pfoser, Gudrun Rath, Renée Winter

Projektteam Graus der Geschichte © Christian Koenig

Projektteam Graus der Geschichte (© Christian Koenig)

Rosa Danner

Geboren 1979, lebt und arbeitet in Wien. 2000 bis 2015 Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Skandinavistik und Gender Studies in Wien und Stockholm. Forscht zu pornografischem Film, Sexualität und digitalen Medien sowie zu Performances zwischen Kunst, Pop und Trash, gestaltet seit 2008 das feministische Musikmagazin female:pressure radio auf Orange 94.0, experimentiert seit 2007 mit elektronischer Musik solo und im Duo mit den Laminadyz, netzwerkt in queer-feministischen und musikalischen Kontexten; 2012 bis 2015 Redakteurin der Zeitschrift MALMOE, 2013 bis 2015 Kuratorin des Musikprogramms für das Volksstimmefest, 2015 Kulturmanagement bei den pink noise Girls Rock Camps in Linz und Hollabrunn; arbeitet freiberuflich als Medienpädagogin sowie als Trainerin für Gruppen-, Organisations- und Kommunikationsprozesse.

Ausstellungen, Projekte, Performances, Musik (Auswahl)

  • 2015 Laminadyz, Audioperformance gemeinsam mit Anna Steiden, Popfest Wien; Wienwoche 2015, Wien
  • 2011 Ein Fremd- und Selbstversuch, Lecture-Performance gemeinsam mit Esther Hutfless, Philosophy on Stage #3; Die Vorspielservice gemeinsam mit Electric Indigo und Amina Handke, female:pressure, Donaufestival Krems
  • 2010 roz, Audioperformance, Live-Sychronisation "Invasion der Marsmösen" (US 2004), Klub Kohelet, fluc, Wien
  • 2008 Laminadyz, Audioperformance gemeinsam mit Erwin Schober, Stephan Sperlich und Anna Steiden, temp-festival, Greifenstein
  • 2007 Ladyfest Wien

Publikationen (Auswahl)

  • You Can Kick It. Ein Toolkit für pink noise Girls Rock Camps, hrsg. gemeinsam mit pink noise, Wien 2016
  • Internet und digitale Medien als sexualisierte Räume, medienimpulse 2/2016, hrsg. gemeinsam mit Alessandro
  • Barberi und Ruth Sonderegger Wo geht’s hier nach Pornotopia? Eine Annäherung an das Kulturphänomen der filmischen Pornografie, in: medienimpulse 2/2016

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Interdisziplinarität, Bundeskanzleramt
  • 2015 Civil Media Award – Radioproduktion Access & Empowerment, Radiofabrik/FS1/Stadt Salzburg; Startstipendium für Kulturmanagement, Bundeskanzleramt

Nils Olger

Geboren 1976, lebt und arbeitet in Wien. 2002 bis 2006 Studien der Sozialen Arbeit, der Neuen Medien sowie Postconceptual Art Practices, Akademie der bildenden Künste Wien; 2001 bis 2003 Performancekollektiv Volxtheaterkarawane, 2008 bis 2012 Projektleiter Tanzquartier Wien; seit 2012 im Redaktionskollektiv der Zeitung MALMOE, seit 2013 Recherche und Produktion eines Dokumentarfilms zu Fotodokumenten des Nationalsozialismus.

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2015 Wienwoche 2015, Wien
  • 2013 REHEAT 2013. Der Sprung ins Leere, Nickelsdorf
  • 2012 Nicht nur ein Bild, sondern eine ganze Welt, Kunstraum Niederösterreich, Wien
  • 2009 Schlafen in Wien, Hotel Fürstenhof, Wien; Hofburg bewegt, Österreichische Präsidentschaftskanzlei, Wien
  • 2008 24. Diskurs-Performancefestival, Gießen
  • 2007 Private Dancers, O3one Galerie, Belgrad; art-e-conomy Selected, Laboratorio Occupato Morion, Venedig

Film, Installation und Performance (Auswahl)

  • 2015 SS-HVP, Kunstvideo
  • 2013 Je reste, Kunstvideo
  • 2012 Die sind nicht gerade, Videoinstallation; Melodrom – The Making Of A Rebellious Telenovela, Theaterperformance
  • 2010–2012 Who shot the princess?, Theaterperformance
  • 2010 Los hacedores de teatro/Die Theatermacher, Dokumentarfilm gemeinsam mit Gin Müller, Edwarda Gurrola
  • 2007 le corps, le perméable, Performance und Videoinstallation gemeinsam mit Julia Kläring
  • 2006 Doktor Miyagis Geheimnis, Kurzfilm gemeinsam mit Julia Kläring
  • 2005 [ ] – I went to work today, I don't think I'll go tomorrow, Kurzfilm gemeinsam mit Julia Kläring
  • 2002 publiXtheatrecaravan.mov, Dokumentarfilm gemeinsam mit Martin Gössler, Martin Kahofer, Martina Nowak

Publikationen (Auswahl)

  • publiXtheatrecaravan.mov, in: Karl-Heinz Dellwo (Hrsg.), Die blutigen Tage von Genua 2001, Bibliothek des Widerstands 17, Hamburg 2011
  • Recollecting, in: Cura.Magazine, No. 7, Rom 2010
  • VolXtheaterkarawane, in: Lilo Nein (Hrsg.), Selbst Übersetzen. Ein Performance Lesebuch zum Aufführen, Wien 2009

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Interdisziplinarität, Bundeskanzleramt; Theodor-Körner-Preis
  • 2015 Kurzfilmwettbewerb 1945–2015, Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark und ORF Steiermark
  • 2008 Emanuel und Sofie Fohn-Stipendium
  • 2001 Diagonale-Preis Innovatives Kino, Videokollektiv Die Kunst der Stunde ist Widerstand
  • 2000 Vienna Video Award

Paula Pfoser

Geboren 1982, lebt und arbeitet in Wien. Studium der Sozialen Arbeit sowie Studium der bildenden Kunst und der Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien; 2012 bis 2015 Studienassistentin bei Prof. Christian Kravagna ebendort, 2015 Festivalassistenz bei urbanize! der Zeitschrift dérive, derzeit Beschäftigung als freie Kunst- und Kulturjournalistin sowie Projektmitarbeiterin der Österreichischen Mediathek des Technischen Museums; Vorstandsmitglied der IG Bildende Kunst und Redakteurin bei Bildpunkt – Zeitschrift der IG BILDENDE KUNST.

Gruppenausstellung (Auswahl)

  • 2015 Wienwoche, Wien
  • 2014 Salon IG, Galerie IG Bildende Kunst, Wien
  • 2012 Ville en abime, Palais des Expositions, Charleroi; REHEAT – Besser als wie man denkt, Kleylehof, Burgenland
  • 2011 Video Village, Index Art Center, Newark, New Jersey
  • 2010 Found Memories, Lust Gallery, Wien

Publikationen (Auswahl)

  • Bilder der Dekolonisation. Afrika-Repräsentationen im frühen österreichischen TV, Zaglossus Verlag 2016
  • Modernisierung, Paternalismus, Partnerschaftlichkeit. Repräsentationen afrikanischer Dekolonisation im frühen österreichischen Fernsehen (1957–1965), in: Stichproben Nummer (Nr.) 29/2015 Volume (Vol.) 15, S. 91–111
  • CARSID (mit Eva Engelbert), in: Armin Lorenz Gerold, David Mörtl, Georg Petermichl and Antoine Turillon (Hrsg.), HOTEL CHARLEROI, Annexe 2013
  • PERFORM YOUR MEMORY (mit Katarina Csanyiova und Lisbeth Kovacic), in: Christiane Krejs (Hrsg.), Performing Memory, Symposiumskatalog, Kunstraum Niederösterreich 2010
  • . T., in: This Sentence is Now Being Performed, die bildende 06/2010

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Interdisziplinarität, Bundeskanzleramt
  • 2015 Stipendium der Gesellschaft für Publizistik und Medienförderung; Startstipendium für Kulturmanagement, Bundeskanzleramt; Würdigungspreis der Akademie der bildenden Künste Wien

Gudrun Rath

Geboren 1982, lebt und arbeitet als Kulturwissenschaftlerin in Linz und Wien mit Forschungsschwerpunkten zu Erinnerungspolitiken und Kulturtheorien. Studium der Romanistik und Germanistik in Wien und Madrid, 2007 bis 2010 Stipendiatin im interdisziplinären Graduiertenkolleg Die Figur des Dritten an der Universität Konstanz, 2011 Promotion an der Universität Wien. Wissenschaftliche Mitarbeit unter anderem im Projekt Biennale EST – Europe as a Space of Translation an der Universität Wien; assoziiertes Mitglied des ERC-Projekts Narratives of Terror & Disappearance. Fantastic Dimensions of Argentina's Collective Memory since the Military Dictatorship an der Universität Konstanz; derzeit Senior Scientist am Institut für Bildende Kunst und Kulturwissenschaften der Kunstuniversität Linz mit einem Projekt zu transatlantischen Imaginarien des Untoten.

Publikationen (Auswahl)

  • Lateinamerikanische Kulturtheorien. Grundlagentexte, hrsg. gemeinsam mit Isabel Exner, Konstanz University
  • ress 2015
  • Zombi/e/s, in: Gudrun Rath (Hrsg.): Zombies. Zeitschrift für Kulturwissenschaften 1/2014, Transcript 2014, S. 1–19
  • Imaginary Cities: Mapping Violence and Memory, in: Estela Schindel, Pamela Colombo (Hrsg.): Space and the Memories of Violence. Landscapes of Erasure, Disappearance and Exception, Palgrave Macmillan 2014, S. 219–230
  • Zwischenzonen. Theorien und Fiktionen des Übersetzens, Turia + Kant 2013

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Interdisziplinarität, Bundeskanzleramt
  • 2014 FWF, Elise Richter-Programm

Renée Winter

Geboren 1980, ist Historikerin und Kulturwissenschafterin mit den Forschungsschwerpunkten Fernsehen/Film/Video, Gender, Nachgeschichte des Nationalsozialismus, Migration/ Postkolonialismus. 1998 bis 2005 Studium der Geschichte und Fächerkombination (Russisch, Internationale Entwicklung, Gender Studies) in Wien und Paris. 2011 Junior Visiting Fellow am Institute of Germanic and Romance Studies, School of Advanced Study, University of London. 2012 Abschluss des Doktoratsstudiums der Geschichte an der Universität Wien. Seit 2012 Redakteurin der Zeitschrift MALMOE; seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Österreichischen Mediathek. Lehraufträge an den Instituten für Zeitgeschichte sowie für Theater-, Film- und Medienwissenschaften der Universität Wien, an der Kunstuniversität Linz und der Paris-Lodron-Universität Salzburg.

Ausstellungen, Projekte, Film und Musik (Auswahl)

  • 2012 first fatal kiss, 12" split mit Ex Best Friends (Berlin), vinyl: unrecords 2012. Weitere Releases von first fatal kiss (seit 2002 gemeinsam mit Birgit Michlmayr und Maria Reisinger): LP danke gut, vinyl/cd: zach records 2010; 7’’ split with Gaffa (Prag/Tabor), vinyl: Eigenverlag 2009; Live-CD schnall den gürtel weiter, CD: Eigenverlag 2007; Live-Kassette Favoriten, Tape: Eigenverlag 2003
  • 2006–2010 Viel Glück! Migration heute – Perspektiven aus Wien, Belgrad, Zagreb und Istanbul, Forschungs- und Publikationsprojekt (Trägerorganisation: Initiative Minderheiten)
  • 2007, 2005, 2004 Mitorganisatorin Ladyfest Wien
  • 2005 nach österreich. Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration, Dokumentarfilm, 50 Minuten (Min.), gemeinsam mit Vida Bakondy
  • 2004 gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration, Mitautorin der Ausstellung, Initiative Minderheiten, Wien Museum

Publikationen (Auswahl)

  • Aufnahme läuft. Private Videobestände – Öffentliche Archive?, Wien 2016, herausgegeben mit Christina Waraschitz, Gabriele Fröschl
  • Geschichtspolitiken und Fernsehen. Repräsentationen des Nationalsozialismus im frühen österreichischen TV (1955–1970), Bielefeld 2014: transcript
  • Politische Bildung kritisch überdenken, schulheft. Pädagogische Taschenbuchreihe Nr. 153, Innsbruck 2014, herausgegeben gemeinsam mit Peter Malina, Elke Renner
  • Viel Glück! Migration heute. Wien, Belgrad, Zagreb, Istanbul, Wien 2010, herausgegeben gemeinsam mit Vida Bakondy,
  • imonetta Ferfoglia, Jasmina Janković, Cornelia Kogoj, Gamze Ongan, Heinrich Pichler, Ruby Sircar für die Initiative Minderheiten
  • Nicht alle Weißen schießen. Afrikarepräsentationen im Österreich der 1950er Jahre im Kontext von (Post-) Kolonialismus und (Post-)Nationalsozialismus, Veröffentlichungen des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Geschichte und Gesellschaft, Wien-Salzburg 32, Innsbruck/Wien/Bozen 2007, gemeinsam mit Vida Bakondy

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Interdisziplinarität, Bundeskanzleramt
  • 2015 Michael-Mitterauer-Preis für Gesellschafts-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte in Wien
  • 2014 Irma-Rosenberg-Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus
  • 2013 Theodor-Körner-Preis, Wiener Preis, Kategorie Wissenschaft

Ein interdisziplinäres Projektteam mit HistorikerInnen, KulturwissenschafterInnen und KünstlerInnen aus dem Umkreis der Zeitschrift MALMOE hat einen spannenden und gut recherchierten, gruseligen Trip durch die österreichische Zeitgeschichte realisiert. Ihr Graus der Geschichte hat den Widerspruch zwischen erlebnisorientierter Gestaltung und schwer rezipierbarer Exegese durch die Auslagerung des Bildungs- und Lernorts Museum in die Große Geisterbahn des Wurstelpraters kongenial gelöst; und nicht zuletzt wird für alle, welche diese ironische Höllenfahrt durch die Intermundien der österreichischen Nachkriegsgeschichte erlitten haben, ein für alle Mal klar, dass sich unser heimatliches Elysion nicht allein durch heroische Taten männlicher Helden erklären kann. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Reni Hofmüller, Korinna Lindinger, Rainer Zendron

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outstanding artist award – Karikatur und Comics: Franz Suess

Franz Suess © Ingo Beck

Franz Suess (© Ingo Beck)

Geboren 1961, lebt und arbeitet in Wien. Studien der Malerei, Grafik und Keramik an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz (Abschluss 1998). Er arbeitet als freier Zeichner von Comics und Illustrationen für Zeitungen und Magazine.

franzsuess.com

Publikationen (Auswahl)

  • 2016 die novelle, Bonn, Königshäuser, Beitrag: Scheren; Jazam! Vol. 11, Abenteuer, Beitrag: Als der Inhalt der Glasflasche ausrann; Kabinett im MQ (MuseumsQuartier Wien), Depression, Beitrag: Max gegenüber (Ausstellungsbeteiligung); Isopoda, Ausstellung und Präsentation bei nextComic Linz; Murmel Comics Nr. 52, Sammeln, Beitrag: Frau Weiner sammelt sich; Soho 2016, Ausstellung und Publikation, Beitrag: Bröseln; Tisch14 Nr. 6, Märchen, Beitrag: Rumpelstilzchen
  • 2015 die novelle, Bonn, Perfekte Planeten, Beitrag: Ihre kleine durchsichtige Erde; Tisch14 Nr. 5, Sex, Beitrag: Der Traum vom Sex; Murmel Comics Nr. 50, Warten; Jazam! Vol. 10, 10, Beitrag: Die Fleischhauerin; Tisch14, Sondernummer für nextComic Linz, Donau, Beitrag: Schlögener Schlinge (Donau, 13 Grad); Sonderband Stadt (Murmel Comics, Mixer, Gebietsbetreuung 5/12, Comic-Box), Beitrag: U6, Josefstädter Straße; Kuti-Magazin # 37, Finnland, Beitrag: My Shoes And I; Murmel Comics Nr. 51, Knödel, Beitrag: Grammelbauer Engelbert; die novelle, Bonn, Krieg, Beitrag: Das feuerschwarze Tier; The Amazine Projekt # 1, Public Spaces Street Harassment, Beitrag: Conchitas Erbe; Mixercomics, Ich und meine Schuhe, Der Tänzer im Park (Leporello für Mixer)
  • 2014 Tisch14 Nr. 4, Katzen, Beitrag: Kratzen; Tisch14, Sondernummer für nextComic Linz, Donau, Beitrag: Eis; Hommage an Wilhelm Busch, Maler Mappe Kappe Kuh, Les editions du Moule-a-gaufre; Jazam! Vol. 9, Helden, Beitrag: Witwe, Anwalt, Arzt, Wurstbrot; die novelle, Bonn, Tote Orte, Beitrag: Winterstrand; Murmel Comics Nr. 40, Kaffeefilter, Filterkaffee
  • 2013 Murmel Comics Nr. 38, Die Augen, mein Herz!; Bananenblatt Nr. 11, Wääh-urgen im TV und sonst wo; Tisch14, Sondernummer für nextComic Linz, Dudeln; Jazam! Vol. 8, Tiere, Beitrag: Chr-chr vs. S-s; Comicinvasion Berlin, Beitrag: Das rote Gummiboot; Bananenblatt Nr. 12, Walter, Wanz (unvergleichlich durch die Jahrzehnte); Murmel Comics Nr. 39, Samstag Nacht, Samstag Nacht; Zu fallen und weiter, Graphic Novel, Glaskrähe-Produktion
  • 2012 Jazam! Vol. 7, Beiträge: Winterstrand, Leidenschaft, Der kurze Weg, Glücklich; Murmel Comics Nr. 36, Schwarze Wasser, Wintermeer; Bananenblatt Nr. 7, Nicht der Weltuntergang; Bananenblatt Nr. 8, Die EM ist da!; Tisch14 Nr. 2, Beitrag: 16, 17 oder jetzt; Tisch14 Nr. 3, Beitrag: Ende, 2012; Bananenblatt Nr. 9, Im Sommer des Nichts; AnnaBernhard- MartinKen, 24h-Comic-Zeichnen, Veranstalter: Tisch14; Bananenblatt Nr. 10, Fernsehen und Welt (ein Rätsel); Tisch14 Nr. 4, Beitrag: § 102, Absatz 4; Murmel Comics Nr. 37, Sonntag und früher

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Karikatur und Comics, Bundeskanzleramt; 1. Platz, Fumetto-Festival, Luzern für Die Fleischhauerin, Lobende Erwähnung bei der ICOM-Preisverleihung für Heimelig, Comic-Salon, Erlangen
  • 2015 1. Platz, Boomfest Comicfestival, St. Petersburg für Grammelbauer Engelbert
  • 2011 Nominierung zum Romulus-Candea-Preis für Plötzlich ein Bukuluk

Die Vergabe des outstanding artist award für Karikatur und Comics war für "einen besonderen Grad an Originalität und eine außergewöhnlich innovative Komponente" ausgeschrieben, nach Ansicht der Jury zeichnet diese Charakterisierung insbesondere das Werk von Franz Suess aus. Die Arbeiten von Franz Suess sind zeichnerisch und erzählerisch von höchster Qualität und durch eigene Bildfindung und eigenen Stil gekennzeichnet. Er hat mit seinen Comics und Graphic Novels Maßstäbe in der Comicszene gesetzt und ist so auch impulsgebend für weitere Initiativen in diesem Bereich. Seine Graphic Novels haben stets eine düstere Grundstimmung, die Zeichnungen sind in schlichtem Schwarz-Weiß gehalten. Die Inhalte der gezeichneten Geschichten sind gesellschaftlich relevant und beziehen Stellung zur jeweils gewählten Thematik, gleichzeitig werden immer auch sozialkritische Komponenten aufgezeigt. Der Umfang seines künstlerischen Schaffens ist vielgestaltig und beeindruckend. Sein Werk umfasst ein breites Spektrum und präsentiert gleichzeitig eine eigenständige, kraftvolle und komplexe Künstlerposition. Die konsequente Bildsprache präsentiert seine Bildbände als narrative und ausgereifte Arbeiten. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Gottfried Gusenbauer, Silvia Müllegger, Jutta M. Pichler

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outstanding artist award – Kinder- und Jugendliteratur: Elisabeth Steinkellner

Elisabeth Steinkellner © Privat

Elisabeth Steinkellner (© Privat)

Geboren 1981 in Niederösterreich, aufgewachsen im Bezirk Neunkirchen, lebt und arbeitet in Baden bei Wien. 2001 bis 2003 Kolleg für Sozialpädagogik, 2004 bis 2009 Studium der Kultur- und Sozialanthropologie mit Schwerpunkt Gender, Universität Wien. Seit 2010 Publikationen von Lyrik und Prosa für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

elisabeth-steinkellner.at

Publikationen (Auswahl)

  • Die Kürbiskatze kocht Kirschkompott (Illustration: Michael Roher), Tyrolia Verlag 2016
  • die Nacht, der Falter und ich (Illustration: Michaela Weiss), Tyrolia Verlag 2016
  • Rabensommer, Beltz & Gelberg Verlag 2015
  • Pepe und Lolo (Illustration: Michael Roher), Picus Verlag 2014
  • Zwischen türkisen Tapeten (Illustration: Michael Roher), Bibliothek der Provinz 2013
  • Wer fürchtet sich vorm lila Lachs? (Illustration: Michael Roher), Luftschacht Verlag 2013
  • Papilios Welt (Illustration: Michael Roher), Picus Verlag 2013
  • Ein Rucksack voller Sand (Illustration: Michael Roher), Jungbrunnen Verlag 2012
  • Die neue Omi (Illustration: Michael Roher), Jungbrunnen Verlag 2011
  • An Herrn Günther, mit bestem Gruß (Illustration: Michael Roher), Jungbrunnen Verlag 2010

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Kinder- und Jugendliteratur,
  • Bundeskanzleramt; Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis – Preis der Jugendjury
  • 2014 Hans-im-Glück-Preis der Stadt Limburg/Lahn
  • 2012 Feldkircher Lyrikpreis

Elisabeth Steinkellner, Jahrgang 1981, verfügt in ihrem Schreiben bereits über eine bemerkenswerte Bandbreite – Kinderbücher und jugendliterarische Texte finden sich in ihrem Werk ebenso wie Lyrik und Miniaturen oder Anthologiebeiträge. Sie ist in der langen wie in der kurzen Form zu Hause und verfügt unabhängig von der Textgattung über große Stilsicherheit und Ausdrucksvielfalt. In ihrer bilderreichen Sprache weiß sie auch in der Prosa einen sehr poetischen Erzählton zu finden, der große Themen – wie den Abschied von der Kindheit – schlicht, jedoch umso eindringlicher vermittelt. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Karin Haller, Peter Rinnerthaler, Michael Roher, Edith Schreiber-Wicke, Elisabeth Wildberger

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outstanding artist award – Künstlerische Fotografie: Nina Rike Springer

Nina Rike Springer © Alexander Chitsazan

Nina Rike Springer (© Alexander Chitsazan)

Geboren 1976 in Klagenfurt, lebt und arbeitet in Wien.2001 bis 2007 Studium der Fotografie und Medialen Kunst bei Prof. Gabriele Rothemann, Universität für angewandte Kunst Wien, 2004/2005 Studienaufenthalt an der Bauhaus Universität Weimar. Seit 2011 Lektorin an der Universität für angewandte Kunst Wien.

ninaspringer.com

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2016 galerie bäckerstrasse4, Wien
  • 2014 Galerie Bäumler, Regensburg
  • 2013 Emerge Art Fair, Washington DC
  • 2012 Bank Austria Kunstpreis Kärnten, Klagenfurt
  • 2011 Galerie Momentum, Wien
  • 2008 Galerie Nikolaus Ruzicska, Salzburg

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2016 Kunsthaus Kollitsch, Kärnten
  • 2015 Nach Picasso, Kunsthalle Krems, Forum Frohner, Krems; Reflexion. Selbstbesinnung der Fotografie, tresor, Kunstforum Wien
  • 2014 Flatpack Festival, Birmingham; Konstruktion und Wirklichkeit, Stadtgalerie Klagenfurt
  • 2013 The way to M, Galerie Oberösterreichischer Kunstverein, Ursulinenhof, Kulturquartier, Linz
  • 2012 A Room With a View, Monat der Fotografie, Bäckerstrasse 4 Plattform für junge Kunst, Wien
  • 2011 Asifa Austria Award / Best Austrian Animation, Filmcasino, Wien; fokus Sammlung 02. Ansichtssachen. Menschenbilder, Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt; Körper Codes, Museum der Moderne, Salzburg

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Künstlerische Fotografie, Bundeskanzleramt
  • 2013 Kärntner Landes-Kulturförderpreis
  • 2012 Staatsstipendium für bildende Kunst, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
  • 2011 Bank Austria Kunstpreis Kärnten
  • 2010 Content Award, Wien-Holding Sonderpreis
  • 2007 Kunsthallenpreis
  • 2006 Ursula-Blickle-Videopreis
  • 2005 Fred-Adlmüller-Stipendium

In der künstlerischen Arbeit von Nina Rike Springer geht es um das Verhältnis von Mensch und Maschine, das sie mit einem gewitzten Rückblick auf die Moderne unter den Bedingungen des Computerzeitalters symbolisch auf den Punkt bringt. Sie verwandelt die realen Statistenihrer Fotoinszenierungen in seriell normierte, formale Elemente, die dann als manipulierbare und austauschbare Teile in konstruktivistisch-farbigen Tableaus zum Einsatz kommen. Dabei entwickelt sie ihre Bilderfindungen Schritt für Schritt; auf die aufwändige Studioinszenierung für die Kamera folgt die langwierige Bearbeitung der Fotos am Computer, mit dessen Technologien Nina Rike Springer jene ästhetische Perfektion und hohe Künstlichkeit erzielt, die ihren Arbeiten die kritische Dimension verleihen. Es sind Sinnbilder für die Konditionierung der Menschen in einer durch Maschinen und Prozessoren definierten und kontrollierten Welt. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Silvia Eiblmayr, Gabriele Rothemann, Günther Selichar

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outstanding artist award – Literatur: Angelika Reitzer

Angelika Reitzer © Aleksandra Pawloff

Angelika Reitzer (© Aleksandra Pawloff)

Geboren 1971 in Graz, lebt und arbeitet in Wien. Studium der Germanistik und Geschichte in Salzburg und Berlin; Drehbuchklasse W. Wippersberg an der Filmakademie Wien. Seit 2004 freie Schriftstellerin, redaktionelle Mitarbeit und Moderation in der Alten Schmiede Wien, Lehrtätigkeit am Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien.

angelikareitzer.at

Publikationen (Auswahl)

  • Wir Erben, Roman, Jung und Jung Verlag 2014
  • Unter uns, Roman, Residenz Verlag 2010
  • Frauen in Vasen, Prosa, Haymon Verlag 2008
  • Taghelle Gegend, Roman, Haymon Verlag 2007

Als Herausgeberin (Auswahl)

  • Bleistift, Heft & Laptop. Zehn Positionen aktuellen Schreibens (gem. mit Wolfgang Straub), Jung und Jung Verlag 2016
  • Sehnsucht und Revolution. Wie im echten Leben, Sonderzahl Verlag 2014

Film/Drama (Auswahl)

  • Josef. Täterprofil meines Vaters, Film von Antoinette Zwirchmayr, Text: Angelika Reitzer, 2016 Diagonale-Preis für Innovatives Kino
  • Der Zuhälter und seine Trophäen, Film von Antoinette Zwirchmayr, Text: Angelika Reitzer, 2014 Diagonale Preis für den besten Kurzdokumentarfilm
  • Ein Auge zudrücken, Minidrama zu Tizians Il Bravo, UA bei Ganymed goes Europe, Kunsthistorisches Museum Wien, März 2014, Regie: Jacqueline Kornmüller
  • Ein Kind seiner Zeit, Monolog zu Hieronymus Bosch, Kind mit Laufstuhl und Windrad (Rückseite von Kreuztragung Christi), UA bei Ganymed boarding, Kunsthistorisches Museum Wien, September 2010, Regie: Jacqueline Kornmüller

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Literatur, Bundeskanzleramt
  • 2014 Literaturpreis des Landes Steiermark
  • 2012 Max Kade – Writer in Residence an der Bowling Green State University Ohio; Otto-Stoessl-Preis
  • 2009 Förderungspreis der Stadt Wien; Robert-Musil-Stipendium, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
  • 2008 Einladung zu den Tagen der deutschsprachigen Literatur (Ingeborg-Bachmann-Preis); Reinhard-Priessnitz-Preis
  • 2007 Hermann-Lenz-Stipendium, Nominierung zum Aspekte-Literaturpreis des ZDF (Shortlist) für Taghelle Gegend; Wiener Autorinnenstipendium

Angelika Reitzer zählt zu den eigenständigsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur. Ihr großes Thema ist die Auflösung der Familie wie auch beruflicher Sicherheiten in unserer Zeit. Das spiegelt sich in der raffinierten Kompositionsweise ihrer Romane und Erzählungen wider. Auch der Leser darf sich nie sicher sein, er ist bei der Lektüre zur Mitarbeit aufgefordert. Reitzer glaubt nicht an das einfach-süffige Erzählen, ist aber auch keine, die Geschichten zertrümmert. Mit großer Ausdauer arbeitet sie an einer Literatur, die der Welt zeigt, wie die Welt ist. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Bettina Balàka, Sebastian Fasthuber, Vanessa Wieser

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outstanding artist award – Experimentelles Modedesign: Flora Miranda

Flora Miranda © Arno Nollen

Flora Miranda (© Arno Nollen)

Geboren 1990, lebt und arbeitet in Antwerpen. Flora Miranda erwarb ihren Master an der Modeschule der Königlichen Akademie in Antwerpen, arbeitete projektbezogen im Team der niederländischen Couturedesignerin Iris Van Herpen und eröffnete 2015 ihr eigenes Atelier. In ihrer Arbeit liegt der Fokus auf dem Menschen – dessen Körper und Sinneswahrnehmung inmitten wirklicher oder virtueller Realitäten. Die Designerin löst alle Regeln und praktischen Ansätze in der Mode auf und öffnet sich dem echten Selbstausdruck. Die Künstlerin nimmt das Experiment als Vehikel zu einer Erweiterung von Design und Handwerk. Angetrieben von der Wechselwirkung intellektueller Konzepte und intuitiver, instinktiver Produktion bricht sie die althergebrachten Ideen der Haute Couture und entdeckt spannende, zukunftsweisende Techniken, losgelöst von Designtradition oder Geschichte. Flora Mirandas Arbeit wurde unter anderem in Fachzeitschriften wie Elle Belgien, Novembre Magazine, Vogue Italien, i-D online, ARTE, WeAr Magazine, Viewpoint Magazine, Österreichischen Textilzeitung, Wiener Zeitung und Die Presse publiziert.

www.floramiranda.com

Ausstellungen, Präsentationen, Shows (Auswahl)

  • 2016 Re-Fashioning Austria, Liu Haisu Art Museum, Shanghai; Sports I No Sports, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg; Displaying Fashion, Displaying Art, Galerie 5020, Salzburg; Modeshow, Vancouver Fashion Week mit Kollektion Press Reset!; The Disintegration of the Body in the Digital Age, Vortrag, Somerset House, London
  • 2015 Modeshow, Serbia Fashion Week, Novi Sad; Modeshow, Los Angeles Fashion Week (LA Innovation Week), Los Angeles; Digital Disturbances, Fashion Space Gallery, London; Modeshow, Fashionclash Festival, Maastricht
  • 2014 The Future of Fashion is Now, Boijmans Museum, Rotterdam; Modebelofte – Seductive Precursors, Eindhoven Design Week

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Experimentelles Modedesign, Bundeskanzleramt; International Talent Support (Finalistin), Trieste
  • 2015 Mittelmoda Fashion Award for the Use of Technology, Vicenza
  • 2012 Coccodrillo Shoe Award, Antwerpen

Flora Miranda erweitert in ihrer Arbeitsweise die Grenzen von Modedesign und Handwerk und erschafft eine gänzlich neue vom Experiment mit Materialien, Produktionstechniken und Verfahren inspirierte Mode-Utopie. Ihr Zugang untersucht gleich einer interdisziplinären künstlerischen Grundlagenforschung die Zukunftsmöglichkeiten von Mode: So bringt sie eine gänzlich neue Ästhetik mit überraschender visueller Wirkung hervor, die in der vom Zitat dominierten Modewelt eine originäre, eigenständige Position einnimmt. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Stavros Karelis, Rosario Morabito, Branko Popovic, Patricia Romatét

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outstanding artist Award – Musik: Utku Asuroglu

Utku Asuroglu © Aleksey Vylegzhanin

Utku Asuroglu (© Aleksey Vylegzhanin)

Geboren 1986 in Istanbul, lebt und arbeitet in Graz. 2008 bis 2011 Komposition und Dirigieren am Rotterdam Konservatorium (Codarts University of the Arts) bei Klaas de Vries, Luc Brewaeys und Carlo Balemans; 2011 bis 2015 Kompositionsstudien bei Clemens Gadenstätter und Georg Friedrich Haas an der Kunstuniversität Graz (Masterabschluss mit Auszeichnung).

www.utkuasuroglu.com

Kompositionen (Auswahl)

  • 2016 Yes I Doesn't für Ensemble
  • 2015 Quälend für Ensemble; Coup de bec für 4 Schlagzeuger und Live-Elektronik; Capitaine Nemo für Ensemble
  • 2014 Mouches Volantes für 7 Instrumente; Aggravation für Ensemble
  • 2013 interLOCKED für zwei Klaviere

Aufführungen bei Festivals (Auswahl)

  • 2016 Voix Nouvelles, Royaumont, Frankreich; ISCM World Music Days, Südkorea; Tongyeong International Music Festival, Südkorea; MATA Festival, New York
  • 2015 Gaudeamus Muziekweek, Utrecht; Donaueschinger Musiktage – Next Generation; IRCAM Manifeste, Paris
  • 2014 Darmstädter Ferienkurse
  • 2010 Red Ear Music Festival, Niederlande

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Komposition, Bundeskanzleramt; International Taukay Edizioni Musicali (Finalist)
  • 2015 Goethe Award (Finalist); Goethe-Institut Asian Composers Showcase, Seoul; Internationaler Gaudeamus Preis (Finalist)
  • 2014 Musikförderungspreis der Stadt Graz

Das Werk Aggravation von Utku Asuroglu hat aufgrund seiner originären klanglichen Erfindungsgabe und seines unkonventionellen Umgangs mit dem Parameter Form überzeugt. Neben der virtuosen Beherrschung des Klangkörpers ist die Integration heterogenen Materials als Qualität dieses Werks hervorzuheben. Die bezwingende Energetik des Stückes changiert zwischen feinsten Klangtexturen und ausbrechender Gestik. Dies kompositorisch zu beherrschen, ist neben der unleugbaren Frische eine der wesentlichen Qualitäten dieses Werkes. (Jurybegründung, Auszug)

Jury: Clemens Gadenstätter, Alexandra Karastoyanova-Hermentin, Johannes Maria Staud

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outstanding artist Award – Video- und Medienkunst: Claudia Larcher

Claudia Larcher © Ian Ehm

Claudia Larcher (© Ian Ehm)

Geboren 1979, lebt und arbeitet in Wien. 2001 bis 2008 Universität für angewandte Kunst Wien, Meisterklasse Prof. Bernhard Leitner, Diplom bei Prof. Erwin Wurm. 2014 Gastprofessur am Institut für Architektur und Entwerfen, Technische Universität Wien.

www.claudialarcher.com

Einzelausstellungen und -präsentationen (Auswahl)

  • 2016 Show & Tell, Anthology Film Archives, New York; Faux Terrain, Galerie Lisi Hämmerle und Bildraum Bodensee, Bregenz
  • 2014 Scènes, Galerie 22,48 m2, Paris
  • 2013 Das Harte und das Gekochte, Viennale – Vienna International Film Festival, Wien; Der nachgebildete Blick, das weisse haus, Wien
  • 2011 HEIM, Galerie 22,48 m2, Paris
  • 2008 HEIM, Kunsthalle Wien Karlsplatz

Gruppenausstellungen und Filmscreenings (Auswahl)

  • 2016 Alchemists of our Time, Ars Electronica Festival, Linz; Identity, Paraflows XI. Festival für Digitale Kunst und Kulturen, Bank Austria Kunstforum, Wien; The Annecy – International Film Festival, Annecy, Frankreich; VIS-Vienna – Independent Shorts Filmfestival Wien; Influences of Modernism in Austrian Contemporary Art, Muzeul de Arta, Cluj-Napoca, Rumänien
  • 2015 Good Walls Make Good Neighbours, Valetta International Visual Arts Festival, Malta; Greatest Hits by Christine Lederer, Vorarlberger Landesmuseum, Bregenz; Mainzer Ansichten, Kunsthalle Mainz
  • 2014 Jeune Creation, Le Centquatre, Paris; [fr[Les esthétiques d‘un monde désenchanté, Centre Art Contemporain Meymac[/fr], Frankreich; Græsset er altid grønnere/The Grass is Always Greener, Museum of Contemporary Art Roskilde, Dänemark; A Galinha da Vizinha, Centro de Arte Moderna – Calouste Gulbenkian Foundation, Lissabon; Côté Intérieur, Kunstpavillon Innsbruck
  • 2013 Catching a Jellyfish, hpgrp Galerie, Tokio; Thermodynamik Twilight, Galeria Monumental, Lissabon; Plinque – Pli Selon Pli, Galerie 22,48 m2, Paris; New Frontiers. Zeichnen, Architekturzentrum Wien
  • 2012 Medien.Kunst.Sammeln, Kunsthaus Graz; Young Austrian Photography @ Photoweek DC, Washington DC; Demnächst – Orte für werdende Kunst, Galerie 5020, Salzburg; New Frontiers. Zeichnen, Architekturforum Aedes, Berlin
  • 2011 Moderne. Selbstmord der Kunst?, Neue Galerie, Graz; Hauntings, Kunstverein Medienturm, Steirischer Herbst, Graz; Elastic Video, Tokyo Wonder Site Hongo, Tokio
  • 2010 Garnitschnig – Larcher – Scheffknecht, Galerie Michael Sturm, Stuttgart; Triennale Linz 1.0, Lentos Kunstmuseum Linz; Wir können auch anders, Bourouina Galerie, Berlin; Pictures of Provinces, Centre Pompidou, Paris
  • 2009 Diagonale, Festival des österreichischen Film, Graz; (De)konstruktionen, Fotogalerie Wien; The future lasts longer than the past, European Media Art Festival Osnabrück
  • 2008 Another Tomorrow, Slought Foundation, Philadelphia; Unstern, Tanzmedienakademie 08, Kunstfest Weimar

Preise und Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2016 outstanding artist award – Video- und Medienkunst, Bundeskanzleramt
  • 2015 Erste Bank MehrWERT-Filmpreis, Viennale; Staatsstipendium für Video- und Medienkunst, Bundeskanzleramt
  • 2011 Startstipendium für Video- und Medienkunst, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur; Research Residency Programm, Tokyo Wonder Site, Tokio
  • 2008 Preis der Kunsthalle Wien

Filmografie (Auswahl)

  • 2015 SELF, Videoanimation, 7 Min., 50 Sek., 5.1-Sound: Constantin Popp, Full HD
  • 2014 IN BETWEEN THE OCEAN, 2-Kanal-Video, 5 Min., 15 Sek., Farbe, Stereo
  • 2012 BAUMEISTER, Videoanimation, 8 Min., 30 Sek., Sound: Constantin Popp, HD, 16:9, Farbe, Stereo
  • 2011 EMPTY ROOMS, Videoanimation, 10 Min., 27 Sek., Sound: Constantin Popp, HD, 16:9, Farbe, Stereo
  • 2010/11 YAMA, Videoanimation, 8 Min., Musik: John Cage, HD, 16:9, Farbe, Stereo
  • 2008 HEIM, Videoanimation, 11 Min., 40 Sek., HD, 16:9, Farbe, Stereo

Claudia Larcher verfügt bereits nach relativ kurzer Schaffenszeit (die Künstlerin ist erst 36 Jahre alt) über ein breites methodisches wie auch thematisches Spektrum. Ihr künstlerisches Interesse gilt Räumen, die mit Heimatgefühl, Vertrautheit und Erinnerung verbunden sind, aber auch Scheinidyllen darstellen. Die Räume, mit denen sich die Künstlerin auseinandersetzt, sind einerseits topographische Gegebenheiten, andererseits Erinnerungs- und Vorstellungsräume. Larcher betreibt Spurensuche, landschaftliche Weite korrespondiert mit kleinbürgerlicher Enge. Dabei entstehen (ortsspezifische) Videoanimationen, (filmisch animierte) Fotomontagen, Objekte und Collagen. Zudem experimentiert sie mit Live Visuals bei Performances und Konzerten. Claudia Larcher ist eine qualitativ überzeugende Künstlerin, die sich künstlerisch gut weiter entwickelt hat. Sie war in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, aber auch bei Festivals international präsent, war sowohl kuratorisch als auch als Leiterin oder Teilnehmerin bei Workshops sowie als Gastprofessorin tätig und kann eine Reihe von Publikationen aufweisen.(Jurybegründung, Auszug)

Jury: Matthias Michalka, Jörg Piringer, Ruth Schnell