13.01.2017
Bundesminister Drozda zum Ableben von Ari Rath

"Ari Rath schrieb in vielen Facetten über Jahrzehnte hinweg Geschichte. Als Journalist der Jerusalem Post gehörte er zu den herausragendsten Publizisten des 20. Jahrhunderts; als politischer Mensch, der die Schrecken des 20. Jahrhunderts in der eigenen Biographie erfahren musste, setzte er sich unermüdlich für eine neue Welt ein, in der Hass keine Bedeutung mehr haben sollte. Ari Rath stritt für die Freiheit und trat mit den Mitteln des Wortes gegen die Schattenseiten der menschenverachtenden Ideologien auf. Er war im besten Sinn ein Mann der Aufklärung, der selbst unter den widrigsten Umständen niemals bereit war, die Hoffnung aufzugeben oder für sie einzutreten. Dieses Vermächtnis steht im Einklang mit seinen Bemühungen, die Erinnerung an die jüdische Kultur und Identitäten in Österreich wach zu halten. Unvergesslich bleiben dafür seine Auftritte auf der Bühne des Burgtheaters im Rahmen der hoch beachteten Produktion 'Die letzten Zeugen'. Durch seinen Tod verlieren wir nicht nur einen der letzten großen Zeitzeugen des letzten Jahrhunderts, sondern auch einen Großen in der Welt der Publizistik und einen Streiter für die Verständigung der Völker", so tief betroffen Bundesminister Thomas Drozda, der Ari Rath auch persönlich eng verbunden war.

Der Journalist, Publizist und Historiker wurde zuletzt 2011 mit dem "Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" ausgezeichnet, zuvor waren seine Verdienste 2005 durch den Berufstitel "Professor" und 1995 mit dem "Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse" gewürdigt worden.

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Kabinett Bundesminister Mag. Thomas Drozda
Nedeljko Bilalic
Pressesprecher
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