16.02.2017
Kulturminister Drozda: Sammlung Essl als "Sammlung für Österreich" gerettet

Übergabe der Sammlung Essl an die Albertina

"Die Sammlung Essl ist für Österreich gesichert: mit dem heutigen Tag wird die Sammlung Essl offiziell an die Albertina übergeben. Damit gehen mehr als 6.000 Werke österreichischer und internationaler Künstlerinnen und Künstler dauerhaft an ein Bundesmuseum, die Albertina, über", sagte Kulturminister Thomas Drozda bei der heutigen Pressekonferenz, die er gemeinsam mit Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder und Karl Heinz Essl im Palais Dietrichstein abhielt.

Insgesamt befinden sich 3.200 Werke von österreichischen Künstlern wie Valie Export, Maria Lassnig oder Arnulf Rainer und rund 1.700 Arbeiten von internationalen Künstlern wie Cindy Sherman, Georg Baselitz oder Alex Katz in der Sammlung Essl. "Diese Kooperation ist in Österreich vorbildlich und zukunftsweisend: als Dauerleihgabe steht die Sammlung Essl bis 2044 umfassend der Albertina zur Verfügung: das ist eine Win-Win-Situation für alle: für die Kunst, für den Kulturstandort Österreich und für die Öffentlichkeit", sagte Drozda weiter.

"Damit schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte der Kooperationen zwischen öffentlicher Hand und privater Kunstsammlung auf: Statt einen verborgenen Schatz im Depot zu belassen, setzen wir nun gemeinsam den Schritt zur Wiederöffnung der Sammlung Essl", so der Kulturminister.

"Es ist mir ebenso besonders wichtig, dass die Albertina ausgewählte Werke der Sammlung Essl auch dauerhaft für die großen Museen in Wien und in den Bundesländern zur Verfügung stellen wird." So könnten mögliche "Lücken" in den Dauerausstellungen dieser Museen künftig mit exemplarischen Werken aus der Sammlung geschlossen werden. "Die Albertina wird damit zu einer zentralen Drehscheibe für zeitgenössische Kunst und deren Präsentation in Österreich." Ebenso werde die Albertina für internationale Ausstellungen Sorge tragen: Bereits in einem Monat wird die Albertina Werke von Maria Lassnig aus der Sammlung Essl im Palazzo Pitti in Florenz zeigen. Das Bundeskanzleramt unterstützt die Kooperation mit einer Million Euro, in der Folge sollen jährlich 1,1 Millionen Euro für den Dauerbetrieb zur Verfügung gestellt werden. Dank der Synergien mit der Albertina, deren Kuratoren-Team, den Restauratorinnen und Restauratoren sowie dem übrigen wissenschaftlichen Stab ist es möglich, die Sammlung Essl auf höchsten museologischen und konservatorischen Level zu erhalten.

Bilder von der Pressekonferenz sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweis:
Mag. Kerstin Hosa, MAS
Kabinett des Bundesministers Mag. Thomas Drozda
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