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Bundesminister Blümel: "Kunst und Technik – ein besonderes Spannungsfeld"

Fotografien von Stefan Oláh und Dampfelektrisiermaschine aus dem Technischen Museum Wien (TMW) im Bundeskanzleramt zu sehen

"Kunst ist – der übergeordneten Bedeutung nach – das Ergebnis gezielten menschlichen Schaffens. Der griechische Begriff Poiesis hat einst keinen Unterschied bei der Art der menschlichen Hervorbringungen gemacht. So sind Kunst und Technik etwa wie entfremdete Zwillinge. Insbesondere im Hinblick auf technische Entwicklungen der Menschheit verschwimmen die Grenzen zwischen Kunst und Technik daher oftmals. Gleichzeitig sind die im Technischen Museum vereinten Objekte eine der umfassendsten und qualitätsvollsten technischen Sammlungen Europas", so Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien, Gernot Blümel bei der gestrigen Eröffnung der zweiten Präsentation von "Kunst im Bundeskanzleramt" unter dem Motto "Kunst und Technik". Gezeigt werden nun Fotografien des österreichischen Fotografen Stefan Oláh, aufgenommen im Depot und Tiefenspeicher des Technischen Museums Wien, sowie ein echtes Kuriosum: eine Dampfelektrisiermaschine aus dem 19. Jahrhundert. "Die Fotografien von Stefan Oláh ermöglichen uns jetzt einen Blick hinter die Kulissen – was aufgrund des vorhin genannten Spannungsfelds zwischen Kunst und Technik gerade beim TMW besonders interessant ist. Mit den Fotografien ermöglicht er uns aber nicht nur einen Blick hinter die Kulissen, sondern bannt die Bestände gleichzeitig mit seinen Fotografien – was ein weiteres interessantes Spannungsfeld zwischen Kunst und Technik darstellt", so Blümel weiter.

Die Generaldirektorin des Technischen Museums Wien, Gabriele Zuna-Kratky, hat die Präsentation kuratiert und sich sehr über die Einladung, die Repräsentationsräume zu schmücken, gefreut – war das Technische Museum bisher doch noch nie eingeladen. "Wir haben einige große Fotos von Stefan Oláh aus der 2012 bis 2014 entstandenen Serie 'Museumsdepots' ausgewählt – immerhin sind rund 93 Prozent unserer Bestände auch in Depots untergebracht. Auf den Bildern sehen Sie beispielweise historische Objektbeschriftungen und das Schellack-Plattenarchiv. Vielen Dank an Kulturminister Gernot Blümel, dass auch das Technische Museum sich hier einbringen und Werke zeigen darf. Das ist für uns eine große Ehre!" Generaldirektorin Zuna-Kratky betonte in ihrer Rede auch, dass die Digitalisierungsoffensive des Technischen Museums bereits weit fortgeschritten sei: Schon rund 170 000 Datensätze wurden zu Sammlungsobjekten erstellt und das Museum verfügt mittlerweile über rund 300 000 Stunden digitalisierten Tonmaterials.

Bilder von der Eröffnung sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.