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Gernot Blümel zum Bundesdenkmalamt: "Service und Beratung müssen an oberster Stelle stehen"

Neue Präsidentin Erika Pieler führt Bundesdenkmalamt-Reformprozess fort – Service, Transparenz und Qualität als wichtigste Kriterien

"Das Bundesdenkmalamt ist die zentrale Einrichtung, um das reiche materielle österreichische Kulturerbe zu erhalten und setzt entscheidende Standards für ganz Österreich. Künftig wollen wir den Fokus auf Service und Beratung noch verstärken, damit die Behörde zu einem noch serviceorientierteren Ansprechpartner für ganz Österreich wird", erklärte Kunst- und Kulturminister Gernot Blümel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der neuen Präsidentin des Bundesdenkmalamtes, Erika Pieler, im Bundeskanzleramt. "Jährlich geben wir rund 35 Millionen Euro für den Denkmalschutz aus, auch das zeigt, dass der Denkmalschutz in Österreich einen sehr hohen Stellenwert hat. Umso wichtiger ist es, dass die Kritik der letzten Jahre ernst genommen wird und die Reformen fortgesetzt werden", erläuterte Blümel.

Bundesdenkmalamt als Serviceeinrichtung

"Für mich ist ganz klar, dass Service und Beratung für das Bundesdenkmalamt sehr wichtig sind und künftig noch stärker in den Fokus gerückt werden sollen. Dazu zählt auch, dass es transparente Entscheidungskriterien und klar definierte Verfahrensabläufe braucht, damit Entscheidungen auch für die Betroffenen nachvollziehbar sind. Ziel des Reformprozesses ist klar, das Bundesdenkmalamt noch stärker als beratende und servicierende Institution zu positionieren", betonte der Bundesminister. Dies voranzutreiben sei auch die Aufgabe der neuen Leitung des Bundesdenkmalamts. "Ich habe mich für eine Neuausschreibung der Leitung entschieden, um einen Wettbewerb der Ideen anzustoßen. Doktorin Erika Pieler hat sich beim Bewerbungsprozess für diese Position als in höchstem Ausmaß qualifiziert erwiesen“, so Blümel, der sich dafür bedankte, dass Erika Pieler die Verantwortung als neue Präsidentin übernommen hat und sich auf die Zusammenarbeit freut.

Denkmale in ihrer Vielfalt bewahren

Die neue Präsidentin des Bundesdenkmalamts, Erika Pieler, betonte, dass es ihr ein besonderes Anliegen sei, den Denkmalschutz der Öffentlichkeit verständlich und nachvollziehbar zu vermitteln: "Die Kernaufgabe des Bundesdenkmalamtes ist es, Denkmale zu schützen und zu pflegen mit dem Ziel, Denkmale in ihrer Vielfalt und Charakteristik zu erhalten. Daher ist mein Motto auch: 'Bewahren und weitergeben'." Der Reformprozess solle das Bundesdenkmalamt fit für die Zukunft machen und Serviceorientierung, Transparenz und Qualität in den Fokus rücken. Erika Pieler kündigte an, gleich zu Beginn den Bereich der Unterschutzstellungen genau unter die Lupe nehmen und hinsichtlich möglicher Verbesserungen prüfen zu wollen. Ziel sei, dass Denkmaleigentümer fachlich und rechtlich bestmöglich beraten werden, Entscheidungen des Bundesdenkmalamtes auf transparenten und nachvollziehbaren Entscheidungskriterien beruhen, Betroffene durch klare Verfahrensabläufe Rechtssicherheit erhalten und vor allem "die hohe fachliche und juristische Qualität selbstverständlich zu jeder Zeit gewährleistet sein muss". Denn, so Pieler: "Qualität und professionelles Arbeiten sind Grundvoraussetzungen!"

Bilder sind über das Fotoservice des Bundeskanzleramtes kostenfrei abrufbar.