Inhalt

Corinne L. Rusch

Siehe Bildtext nachstehend
real places, real dangers 2, 2012 Baryt-Print, gerahmt ohne Glas, analoger Print, Teil 2 aus einer Serie von weiter wachsenden Serie, Bildmaße: 110 cm x 130 cm, Rahmenmaße: 130 cm x 150 cm /real places, real dangers 6, 2012, Baryt-Print, analoger Print, Teil 6 aus einer Serie von weiter wachsender Serie, Bildmaße: 110 cm x 130 cm, Rahmenmaße: 130 cm x 150 cm/Impressions of a City, New York 2, 2012, C-Print auf Aludibond analoger Print Teil 2 von 3, Bildmaße: 110 cm x 140 cm (© Corinne L. Rusch, BKA)

Im Herbst 2012 hatte ich ein Atelierstipendium in New York, während drei Monaten. Der Zufall wollte es, dass Sandy, der Hurrikan, durch New York wütete, und somit eine Stimmung entstand, die genau meines Projektes Real Places, Real Dangers entsprach. Wo Natur und Mensch in einem unglaublichen Verhältnis zueinander stehen, wie es zu Zeiten der Ursprünge der Natursagen zu lesen ist. Die Machtlosigkeit, die man plötzlich hat, und dies auch noch zu unseren total kapitalistischen Zeit, wo doch alles möglich erscheint, durch Menschenhand erschaffen, aber dann dieser Moment der Stille. Unheimlich, wie in dem Moment der Stille die Furcht die man von der Zeit als Kind kennt und vielleicht verlernt hat, wiederkehrt. Wie man Nachts durch die leeren dunklen Stassen vorsichtig geht und hofft, dass kein Monster hinter dem Haus hervorkommt. Aber auch Tagsüber bestand dieses Gefühl. Ich bin durch die leeren New Yorker Strassen mit meiner Polaroid Landcamera 110A marschiert und habe diese un- heimliche Stille und Leere fotografiert, wie Geister oder verlorene Gestalten, übriggebliebene Menschen, die vereinzelt auftauchen. Eine überraschende Weiterentwicklung des Projektes. Für mich eine mögliche Weiterführung auch, wie ich mit der Materialität der Fotografie in Bezug zu dieser Arbeit umgehe. Ich habe einen Polaroid lm der mir ein Positiv wie auch ein Papiernegativ macht. Das Negativ habe ich dann wieder fotografiert, dabei entstanden die folgende Bilder.

Die Geschichte entwickelt sich in der Verarbeitung weiter. Die Zeitwahrnehmung wird durch die Bearbeitung/Veränderung der Materialität manipuliert.

Siehe Bildtext nachstehend
overtime II, C-Print, 84x100 cm, 2007, © Corinne L. Rusch, BMUKK

Die Künstlerin, die auch als Bühnenbildnerin arbeitet, entwirft Szenografien und Settings, deren glatte Oberflächen immer wieder durch drastische oder verwunderliche Bildelemente durchbrochen werden und aufschrecken lassen. Das Leben wird inszeniert und modifiziert, alltäglichen Situationen eine eigene Faszination gegeben.

Corinne L. Rusch
*1973 in Guatemala, lebt und arbeitet in Wien/Schweiz als freischaffende Fotokünstlerin. Studium an der Universität für angewandte Kunst Bühnen und Filmgestaltung. Einzelausstellungen unter anderem Why is it so quiet? What are you hiding? BAYER Kulturhaus Leverkusen; it is about time you said you are glad to see me, Galerie Monika Wertheimer Oberwil; before speaking about confessions, Laurinprojects Zürich; i have to change my strategy, Sothebys Wien, i am scared, but it is wonderful, FO.CU.S Innsbruck.

Website: www.corinnerusch.com