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Öffentliches Büchereiwesen

In Österreich gibt es zurzeit rund 1 500 öffentliche Büchereien. Sie ermöglichen den Zugang zu Literatur und umfassender Information im Nahbereich. Sie sind Informationszentren auf lokaler Ebene und bieten ihren Benutzerinnen und Benutzern alle Möglichkeiten zur selbstbestimmten Weiterbildung und zum gesellschaftlichen Austausch. Öffentliche Büchereien verstehen sich als Kultur- und Bildungseinrichtungen, die durch ein attraktives, aktuelles Medienangebot sowie durch Veranstaltungen Lust aufs Lesen machen und Interesse an Literatur wecken.

Die Träger der öffentlichen Büchereien sind die Städte und Gemeinde, die Arbeitnehmerorganisationen und die Kirche. In vielen Fällen gibt es eine gemischte Trägerschaft. Im Rahmen der Büchereiförderung des Bundeskanzleramtes werden daher die drei überregionalen Verbände, in denen die öffentlichen Büchereien organisiert sind, unterstützt: das sind der Büchereiverband Österreichs (BVÖ), der Büchereiservice des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und das Österreichische Bibliothekswerk.

Der Büchereiverband Österreichs, der als Dachverband eingerichtet ist, hat 2016 die Förderung von öffentlichen Büchereien übernommen und bietet neben seinen Serviceleistungen und der Betreuung der Aus- und Weiterbildung von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren drei Programme an, in denen öffentliche Büchereien, Netzwerke und regionale Servicestellen direkt unterstützt werden können, und zwar

Die Förderungsanträge sind direkt an den BVÖ zu richten. Mit der Förderung der 3 Verbände und diesen 3 Förderungsprogrammen verfolgt das Bundeskanzleramt folgende Ziele:

  • Modernisierung der öffentlichen Büchereien
  • Ausbildung und Professionalisierung des Personals
  • Erweiterung des Medienbestandes
  • Weiterentwicklung der öffentlichen Büchereien
    • als Orte der Vermittlung von Wissen, Kunst und Kultur
    • als Lese- und Medienkompetenzzentren
    • als Orte der gesellschaftlichen Reflexion und Debatte

Alle Förderungsverträge werden auf Basis des Bundesgesetzes vom 21. März 1973 über die Förderung der Erwachsenenbildung und des Volksbüchereiwesens, BGBI. Nr. 171/1973, in der geltenden Fassung sowie der Allgemeine Rahmenrichtlinien für die Gewährung von Förderungen aus Bundesmitteln (ARR 2014), BGBI. II Nr. 208/2014, abgeschlossen.

Dokumente und Rechtsgrundlagen zur Förderung

Bücherei-Landkarte Österreichs

Die Bedeutung der Öffentlichen Büchereien für einen gleichen und freien Zugang zu Bildung und Kultur als Voraussetzung für eine demokratische Gesellschaft ist unbestritten. Alle Menschen in Österreich sollten sich rasch und einfach der Leistungen der Öffentlichen Büchereien bedienen können. Daher gilt es, eine flächendeckende Versorgung mit bibliothekarischen Dienstleistungen bestmöglich zu gewährleisten.

Mit der Erstellung einer spezifischen Bücherei-Landkarte Österreichs durch den Büchereiverband Österreichs (BVÖ) ist erstmals eine Gesamtbestandsaufnahme des Öffentlichen Büchereiwesens hinsichtlich des Versorgungsgrades mit Öffentlichen Büchereien und auch im Hinblick auf deren Leistungsfähigkeit im Erreichen der österreichischen Zielstandards auf Bundes-, Länder und Bezirksebene erfolgt. Diese Landkarte ist Ausgangspunkt für die mittel- und langfristige Weiterentwicklung des Öffentlichen Büchereiwesens in Österreich.

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